Sozial- und Erziehungsdienst

2000 rocken die Straße!

04.05.2022

Über 2000 Beschäftigte beim Streik von Kita und Ganztag!

Hamburg, 04. Mai 2022 –  Die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten warten immer noch auf Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel, eine finanzielle Aufwertung ihrer Berufe und Entlastung – bisher ohne ein Angebot der Vereinigung der Arbeitgeberverbände (VKA) in der laufenden Tarifrunde. Am Branchenstreiktag für Kitas und Ganztag nahmen über 2000 Beschäftigte aus Hamburger Einrichtungen teil.

Aufgerufen waren am 4.5. die pädagogischen Beschäftigten in den Einrichtungen der Elbkinder, der Rudolf Ballin Stiftung, des Arbeiter Samariter Bundes, des Studierendenwerks, im Hamburger Schulverein und in den Asklepios Kitas. 

Nach einer Kundgebung vor dem DGB-Haus und einer Demo gab es auf dem Rathausmarkt zum Abschluss eine Performance unter dem Motto "Überleb' das Mal".

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst stehen aus den verschiedenen Berufen und Arbeitsfeldern gemeinsam für Aufwertung und Entlastung im Sozial- und Erziehungsdienst ein. Die Aktionen der Beschäftigten fanden in dieser Woche bundesweit statt.

Am 5. Mai 2022 ist der Branchenstreiktag der Behindertenhilfe: Aufgerufen sind dann die Beschäftigten von Leben mit Behinderung, dem Hamburger Lebenshilfewerk, den Elbe Werkstätten. 

Der nächste große Streiktag ist auf den 13.05.2022 terminiert, Beschäftigte aller Branchen in den Hamburger Sozial- und Erziehungsdiensten sind von ver.di Hamburg aufgerufen, sich zu beteiligen.

Hilke Stein, zuständige Fachbereichsleiterin ver.di Hamburg: „Die Beschäftigten haben heute eindrucksvoll gezeigt, dass sie auf Anerkennung und Entlastung nicht in alle Ewigkeit warten werden! Ihr Einsatz und ihre Motivation trotz der enormen Belastungen verdienen tarifliche Sicherheit, Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Anerkennung. Jetzt muss in die soziale Sicherheit der Gesellschaft investiert werden. Dafür braucht es endlich ein gutes Angebot für die Verhandlungen am 16./17. Mai.“

Hintergrund:

Bisher hat es in zwei Tarifverhandlungsrunden für die rund 330.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zwischen ver.di und Arbeitgeber*innenseite keine Annäherung gegeben – in Hamburg arbeiten mehr als 25.000 Beschäftigte in diesem Bereich.

ver.di fordert in den Tarifverhandlungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16./17. Mai in Potsdam statt.