Nachrichtensammlung

Beschäftigte kämpfen um ihre Arbeitsplätze

Bodenverkehrsdienste am Flughafen

Beschäftigte kämpfen um ihre Arbeitsplätze

Personalmangel, Arbeitsverdichtung, Teilzeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse – so sehen die Bedingungen für die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste (BVD) am Hamburger Flughafen aus, nachdem ihre Aufgaben auf viele kleine Unternehmen gesplittet worden sind. Diese Ausgliederungspolitik hat zu extrem unterschiedlichen Arbeitsbedingungen und wegen der ‚Kleinbetriebslogik‘ auch zu schlechterer Bezahlung geführt, oft unter dem Hamburger Mindestlohn von 12 Euro.

Die bereits bestehenden Ungerechtigkeiten werden durch die Corona – Pandemie noch größer: So erhalten die Check – In – Kolleginnen und Kollegen bei der AHS, die ohnehin schon am wenigsten von allen am Flughafen verdienen, nur 60% Kurzarbeitergeld. Bei den BVD – Tochtergesellschaften Groundstars, Stars und Cats sollen die Befristungen einfach auslaufen, dabei sind die BVD in der „‘Airport Family“ sowieso der einzige Betrieb, der noch befristet eingestellt hat.

Insgesamt sind ca. 1500 Beschäftigte in den Bodenverkehrsdiensten in der Flugzeug-, Gepäck – und Passagierabfertigung am Hamburger Flughafen tätig.

Durch die Corona-Krise und Kurzarbeit haben viele Mitarbeiter*innen nur zwischen 500 und 600 Euro pro Monat zur Verfügung und es droht Arbeitsplatzverlust. 

Deshalb haben sich Kolleg*innen der Bodenverkehrsdienste zusammengetan und mit einer Kundgebung vor der Finanzbehörde den Senator auf ihre Existenzängste aufmerksam gemacht und zum Handeln aufgefordert. Finanzsenator Andreas Dressel nahm einen offenen Brief mit den Forderungen entgegen und stellte sich auf der Kundgebung den Teilnehmer*innen. Er sagte zu, mit ver.di und den Beschäftigten im Gespräch zu bleiben.

Der offene Brief steht rechts zum Herunterladen bereit.