Nachrichtensammlung

PUBLIK Hamburg 08/2014

PUBLIK Hamburg 08/2014

"Es war schrecklich, die Betroffenheit und Bestürzung unserer Kolleginnen undKollegen zu sehen...“, sagt Jürgen Gehring.

Keine Chance mehr für Billstedt - Erst wurde den Beschäftigten das Geld genommen, jetzt die berufliche Perspektive
Die Entscheidung, die Karstadt-Filialein Hamburg-Billstedt zu schließen, hatdie Beschäftigten wie ein Blitz getroffen.Nicht nur, weil Karstadt im BillstedterEinkaufszentrum einen Mietvertrag bis2021 hat. Auch das Management hatteerst vor kurzem verkündet, dass alle Karstadt-Häuser bundesweit die Mög-lichkeit erhalten sollten, sich am Marktwieder positiv aufzustellen. Eine Aussage,die aus Sicht der Beschäftigten kon-struktiv war, hatten doch nicht sie diewirtschaftliche Schieflage des Unter-nehmens verursacht. In den vergangenen zehn Jahren ha-ben die verschiedensten Manager beiKarstadt Konzepte umgesetzt, die dieGrundvoraussetzungen eines erfolgrei-chen Warenhauses ignorierten. Heutelässt sich feststellen, dass viele Filialenan den Wünschen der eigenen Stamm-kundschaft und an den Erwartungenihres unmittelbaren Umfeldes vorbeikonzipiert wurden. Für die Beschäftigtenkeine neue Erkenntnis: Immer wiederhaben sie auf Produkt-Fehlsortimenteund Kundenwünsche hingewiesen –und wurden stets ignoriert von der Essener Zentrale. So war es auch in Billstedt. Selbst Kun-denbefragungen, die vor Ort durchge-führt wurden und die spezifischen Er-wartungen der Billstedter Kundschaftdokumentierten, wurden nicht zurKenntnis genommen. Die Folge: Die Be-schäftigten bei Karstadt haben die Ma-nagerfehler in den vergangenen Jahrenmit einem Einkommensverzicht von fast700 Millionen Euro erst ausgebügelt,um letztendlich wie jetzt in Billstedtund in fünf weiteren Filialen ohne Arbeitsplätze dazustehen.

Den gesamten Artikel bitten wir der anliegenden PUBLIK 08/2014 zu entnehmen