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Studentische Beschäftigte kämpfen für einen Tarifvertrag

Kampagnenstart

Studentische Beschäftigte kämpfen für einen Tarifvertrag

Am heutigen Donnerstag versammelte sich eine Delegation von 31 Studentischen Beschäftigten der Initiative TVStud in Hamburg, die Tarifverträge und Mitbestimmungsrechte für Studentische Beschäftigte fordert, um symbolisch ihre Forderungen an Finanzsenator Andreas Dressel zu übermitteln. Die Aktion auf dem Gänsemarkt war der Hamburger Auftakt im Rahmen der bundesweiten Kampagne »Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter«.

Heidi Heil von TVStud Hamburg: „Wir akzeptieren es nicht mehr, dass der Rot-Grüne Senat meint, bei uns und unseren Arbeitsbedingungen eine Ausnahme machen zu können. Das Versprechen ‚Hamburg - Stadt der guten Arbeit‘ scheint wohl für uns nicht zu gelten.“

Über 4.000 Studentische Hilfskräfte und Tutor*innen an den Hochschulen der Hansestadt Hamburg sind vom Tarifvertrag der Länder und auch vom Hamburger Personalvertretungsgesetz ausgenommen. Sie liegen mit 10,77 Euro pro Stunde weit unter dem vom Senat versprochenen Hamburger Mindestlohn von 12 Euro. Außerdem erhalten knapp 75% der Stundentischen Beschäftigten nur einen auf 2 bis 6 Monate befristeten Arbeitsvertrag.

„Kettenbefristungen sind an der Tagesordnung. Einige von uns haben mittlerweile einen ganzen Ordner voll mit Arbeitsverträgen. Das ist ein Unding und macht die Planbarkeit des Studiums unmöglich“, sagt Ludwig Ipach von TVStud Hamburg.

In den nächsten Wochen laufen bundesweit Aktionen. Für ihre Forderungen sammeln die Aktiven weitere Unterschriften und organisieren sich in lokalen Initiativen. Sie arbeiten mit Blick auf die Tarifrunde der Länder im Herbst daran, dass ein Tarifvertrag für alle Studentischen Beschäftigten möglich wird.

Heidi Heil kündigt an: „Wir erwarten vom zuständigen Finanzsenator Andreas Dressel, dass dieser endlich das Versprechen ‚Hamburg - Stadt der guten Arbeit‘ einlöst und sich auf Tarifverträge für Studentische Beschäftigte einlässt. Dazu gehört auch, dass er sich in seiner Rolle als stellvertretender Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder dafür einsetzt, dass diese endlich ihre Blockadehaltung gegenüber den Gewerkschaften ver.di und GEW aufgibt und bundesweit den Weg für Tarifverhandlungen frei macht.“ Heidi Heil weiter: „Was wir vom Rot-Grünen Senat, namentlich Andreas Dressel und Katharina Fegebank, verlangen, ist nicht viel. Wir fordern das Recht auf demokratische Mitbestimmung, so, wie es so gut wie allen Arbeitnehmer*innen in Deutschland auch zusteht, sowie einen Tarifvertrag. Die SPD und Grünen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden oder endgültig damit aufhören, sich als vorbildliche Arbeitgeberinnen darzustellen!“

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Forderungen der Kampagne in den Briefkasten der Finanzbehörde eingeworfen. Die Initiative hofft nun darauf, dass sich Andreas Dressel für einen Tarifvertrag ausspricht und auf Verhandlungen einlässt.

Hintergrund zur Kampagne „Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter“

·        Getragen wird die bundesweite Kampagne u.a. von den Gewerkschaften ver.di und der GEW, sowie dem freien Zusammenschluss von Student*innenschaften (fzs) e.V., dem bundesweiten Dachverband der AStEN.

·        Mit dabei sind als Erstunterzeichner*innen 484 Organisationen und Einzelpersonen aus Gewerkschaft, (Hochschul-)Politik und Wissenschaft, darunter 59 Professor*innen.

·        Von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) fordern sie Tarifverträge und Mitbestimmungsrechte, auch für die über 4.000 Studentischen Beschäftigten an den Hamburg Hochschulen.

·        Alle Informationen finden sich auf: www.tvstud.de .

 Hier geht es zum Bericht in der Mopo vom 9.4.

Das Hamburg Journal berichtet in der Sendung vom 8.4 ab Minute 9:38.

Start der Kampagne "Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter" vor der Hamburger Finanzbehörde. Ludwig Ipach Kampagnenstart TV Stud  – Start der Kampagne "Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter" vor der Hamburger Finanzbehörde.
Start der Kampagne "Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter" vor der Hamburger Finanzbehörde. Ludwig Ipach Kampagnenstart TV Stud  – Start der Kampagne "Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter" vor der Hamburger Finanzbehörde.
Start der Kampagne "Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter" vor der Hamburger Finanzbehörde. Ludwig Ipach Kampagnenstart TV Stud  – Start der Kampagne "Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter" vor der Hamburger Finanzbehörde.
Start der Kampagne "Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter" vor der Hamburger Finanzbehörde. Ludwig Ipach Kampagnenstart TV Stud  – Start der Kampagne "Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter" vor der Hamburger Finanzbehörde.