Nachrichtensammlung

Zum Tode von Helmut Schmidt

Zum Tode von Helmut Schmidt

- Gedenken an den Hamburger, Europäer und Kollegen

Helmut Schmidt war mit seiner klaren und gradlinigen Meinung, die sich nicht immer mit den Haltungen der Gewerkschaften deckte, für viele Hamburgerinnen und Hamburger ein Vorbild. Als Hamburger Innensenator war er die zentrale Figur bei der Hochwasserkatastrophe 1962, und leitete damals erfolgreich und entschlossen den Einsatz zur Rettung vieler Menschen.

Schmidt´s Kompetenzen in wirtschaftlichen und politischen Fragen, ließen ihn auch lange nach seiner aktiven politischen Laufbahn zu einer anerkannten Instanz werden – und das über Deutschland hinaus. Zuletzt wies Schmidt immer wieder auf eine stärkere Einbindung aller europäischen Länder beim Lösen der Eurokrise hin, und sprach sich gegen einseitige Vorgaben aus Berlin aus.

Sein Satz „ Nichts ohne Frankreich“ spiegelt die europäische Haltung Schmidts wieder, der das Elend und die Not des 2. Weltkrieges miterlebt hatte.

Kerzen ver.di Hamburg In stiller Trauer

„Mit Helmut Schmidt ist ein aufrichtiger und gradliniger, und zugleich streitbarer Hamburger von uns gegangen. Gerade in den letzten Jahren war Schmidt´s Haltung gegen nationale Alleingänge in Europa und für den Erhalt von Frieden und Demokratie eine wichtige mahnende Stimme“, sagt ver.di – Landesbezirksleiter Berthold Bose. „Helmut Schmidt trat 1950 in die ÖTV ein und war bis zuletzt Mitglied bei ver.di – Hamburg. Das zeigt seine Haltung zur besonderen und wichtigen Rolle der Gewerkschaften“.

DGB Nord und DGB Hamburg zum Tode Helmut Schmidts