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Jetzt geht es um die Arbeitsplätze

Aktionen ohne Ende

Jetzt geht es um die Arbeitsplätze

Ob im Luftverkehr, in der Kultur oder bei Galeria Karstadt Kaufhof: In vielen Branchen und Unternehmen sorgen sich die Beschäftigten um ihre Zukunft. Und sie gehen für ihre Arbeitsplätze auf die Straße. 

Die Corona-Krise bringt viele Branchen in Not. Zum Teil greift der Staat mit vielen Milliarden Euro ein, doch die Arbeitsplätze und tarifliche Standadrs sind dadurch nicht zwangsläufig gesichert. Für ver.di ist klar: Auch in der Corona-Krise sind die Unternehmen in der sozialen Verantwortung für ihre Beschäftigten. Zumal, wie bei Galeria Karstadt Kaufhof, die Krise im Unternehmen oft viel älter ist als die Pandemie, und eine Folge jahrelanger Mangagementfehler.

Am Wochenende gab es deshalb gleich drei Aktionen in verschiedenen Branchen:

Kundgebung der Luftverkehrsbeschäftigten:

Seit der Corona-Krise ist der Luftverkehr am Boden. Mit Kurzarbeitergeld, Staatshilfen und Krediten wird zwar den Unternehmen unter die Arme gegriffen, aber auch die Beschäftigten müssen die Corona Krise überstehen. Diese Mittel müssen an die Bedingung gekoppelt werden, Arbeitsplätze und existenzsichernde Einkommen zu garantieren. Es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel der Pandemie Arbeitsbedingungen und Löhne in Frage gestellt werden.  

Die Beschäftigten haben sich am Freitag, dem 19.6.2020 am Flughafen versammelt, um für ihre Forderung nach sicheren Arbeitsplätzen und tariflichen Standards einzustehen. Mehr Infos und Bilder findest du hier:

Die Kolleg*innen von Galeria Karstadt Kaufhof geben nicht auf:

In 62 Filialen wurde den Beschäftigten am Freitagmittag mitgeteilt, dass ihre Filiale geschlossen werden soll. In Hamburg sind vier Filialen betroffen. Die Betriebsräte berichten aus allen Versammlungen von Tränen und Zorn bei den Betroffenen.

Die Corona-Krise allein ist dabei nicht verantwortlich für die Schließungen. In einer Schieflage befindet sich das Unternehmen schon lange, seit Jahren haben die Kolleg*innen immer wieder auf Entgelt verzichtet, um einen Teil zur Rettung "ihres" Warenhauses beizutragen. Doch diese Loyalität wurde und wird ihnen von der Konzernspitze nicht gedankt. 

Direkt im Anschluss an die Versammlung am Freitag haben sich die Beschäftigten vom Kaufhof in Poppenbüttel vor ihrer Filiale versammelt, um schwarze Luftballons steigen zu lassen. Als ein Zeichen ihrer Trauer über den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen im Unternehmen. Auch am Sonnabend trafen sie sich zu einer Kundgebung, bei der auch Kolleg*innen aus anderen Filialen und vom Gesamtbetriebsrat dabei waren. Am Samstag gab es dann ein erstes hoffnungsvolles Signal: Der Vermieter ECE zeigte sich bezüglich der Mieten gesprächsbereit.

Für die Beschäftigten steht fest: Wir kämpfen weiter!

Wenn du die Kolleg*innen unterstützen willst, dann unterschreibe die Petition auf change.org

Videos von den bewegenden Ansprachen am Samstag findest du hier:

Auch die Kulturschaffenden und Solo-Selbstständigen leben in Existenzangst. Ihnen droht durch die Corona-Auflagen der Totalverlust bis 2021.

Deshalb haben sie am Freitag das Gespräch mit dem Finanzsenator Andreas Dressel gesucht und ihm ihre Forderungen erläutert. Mehr dazu findest du hier.