Nachrichtensammlung

Streik bei Karstadt

Standort- und Beschäftigungssicherung

Streik bei Karstadt

Streikende auf dem Hamburger Rathausmarkt ver.di-Hamburg Karstadt

Auf dem Rathausmarkt in Hamburg versammelten sich heute mehrere hundert Streikende aus 9 Karstadt-Filialen in Hamburg sowie aus den Filialen in Flensburg, Lübeck, Kiel, Neumünster, Norderstedt, Wismar und Lüneburg. Vor der nächsten Verhandlungsrunde mit der Karstadt-Geschäftsführung Mitte November wollen die Beschäftigten mit dem Streik ihren Forderungen nach dem Abschluss eines Tarifvertrags über Standort- und Beschäftigungssicherung und die Rückkehr in die Tarifbindung Nachdruck zu verleihen.

„Die Eigentümer Nicolas Berggruen und René Benko müssen endlich deutlich machen, wohin die Reise gehen soll. Die Verunsicherung der Beschäftigten, noch angeheizt durch die Berichterstattung über eine angebliche Schließung des Stuttgarter Hauses, muss ein Ende haben – die Menschen brauchen endlich Klarheit darüber, dass Karstadt nicht nur als Markenname, sondern auch als zuverlässiger Arbeitgeber erhalten bleibt. Wer nach der Tarifflucht von Karstadt im Mai jetzt auch noch das Unternehmen und die bisher erfolgreiche Mitbestimmung zerschlägt, spielt unverantwortlich mit den Ängsten der Beschäftigten", kritisierte Arno Peukes, ver.di-Verhandlungsführer der Karstadt-Bundestarifkommission.

Peukes weiter: „Nach langen Jahren der Unsicherheit brauchen die Karstädterinnen und Karstädter eine planbare und verlässliche Zukunftsperspektive – die gibt es nur mit einem Tarifvertrag über eine Standort- und Beschäftigungssicherung und die Rückkehr in die Tarifbindung.“