Landesbezirk Hamburg

Von Anfang an klare Kante

Von Anfang an klare Kante

Am 21.1. wurde die 1. Verhandlungsrunde der Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder ohne Ergebnis beendet. Frank Bsirske, Bundesvorsitzender von ver.di, kommentierte die Gespräche: „Die Gesprächsatmosphäre ist gut, die Positionen sind weit auseinander.“

Klar ist: Vom Verständnis der Arbeitgeber kann niemand die Miete bezahlen. Deshalb haben in den letzten Tagen in vielen Städten die Beschäftigten der Länder in ersten Aktionen deutlich gemacht, was sie von den Arbeitgebern erwarten: In der zweiten Verhandlungsrunde, die morgen, am 6.2., beginnt, muss ein anständiges Angebot auf den Tisch.

In Hamburg sind heute auf der Auftaktkundgebung über 300 Beschäftigte vor Dienstbeginn an der Finanzbehörde zusammengekommen.

Berthold Bose, Landesbezirksleiter von ver.di Hamburg, sagte anschließend: "Das war heute der Auftakt, doch wenn es in den Verhandlungen kein angemessenes Angebot der Arbeitgeber gibt, können wir auch eine umfangreiche Entscheidungshilfe mit vielen Kolleginnen und Kollegen auf der Straße organisieren."

Dabei spielt nicht nur die Lücke zwischen TVÖD und TV-L, also die auseinanderklaffende Bezahlung von Beschäftigten bei Bund und Kommunen einerseits und Ländern andererseits eine Rolle. Auch im anhaltenden Personalabbau der letzten Jahre, in dessen Folge der Krankenstand stetig ansteigt, und in der fehlenden Ausfinanzierung der Tarifabschlüsse, erleben die Beschäftigten mangelnde Wertschätzung und Gleichgüligkeit der Hansestadt Hamburg als Arbeitgeberin.

Zudem ist in den Kassen der Länder ausreichend Geld vorhanden. 2018 erzielten sie 16 Mird € Überschüsse. Dazu hat der Bereich Wirtschftaspolitik Informationen zusammengestellt, die rechts als Flugblatt heruntergeladen werden können.

Hier seht ihr den Bericht im Hamburg Journal um 18 Uhr