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Willkommen in der Seniorenresidenz 2030

Aktion auf dem Hamburger Rathausmarkt

Willkommen in der Seniorenresidenz 2030

 Willkommen in der Seniorenresidenz 2030!

Wie fühlt sich Altersarmut an? - Viele Menschen ahnen bereits, dass die Politik auch für sie selbst eine eher magere Altersversorgung vorgesehen hat.

Gewinnen Sie einen Einblick in den zukünftigen „Ruhestand“ von prekär, mit Niedriglohn beschäftigten Menschen!

Mit kleinen Zelten und Vertreter*innen verschiedener Berufsgruppen sollen am Sonnabend, 26.05.18, ab 12:00 Uhr die Einkommens- und Lebenssituation normaler Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, im Vorgarten des Bürgermeisters Peter Tschentscher, auf dem Hamburger Rathausmarkt, sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Ganz konkret werden die zu erwartenden Renten verschiedener Berufe dargestellt.

"Wir haben Zweifel daran, dass die Masse der Bevölkerung auch ein Gefühl dafür hat, wo dieses Armutsrisiko schon während des Erwerbslebens beginnt.

Deshalb wollen wir dieses Risiko mit Stellvertreter*innen erfahrbar machen", sagt Klaus-Dieter Schwettscher von ver.di Hamburg.

"Am Beispiel bildhaft dargestellter Berufe verdeutlichen wir, in wessen Umfeld der gesellschaftliche Hebel angesetzt werden muss, um das Armutsrisiko zu minimieren.

Und wie sehr es eilt, Verbesserungen zu etablieren; denn Altersarmut ist bekanntlich endgültig."

Prekäre Arbeit und Niedriglohn führen in die Altersarmut!

Ver.di Hamburg begrüßt den Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft, den tariflichen Einstiegslohn bei öffentlichen Unternehmen bis Anfang 2020 auf 12 Euro anzuheben. Daraus könnte eine Rente an der Grenze zur Grundsicherung sichergestellt werden. "Aber natürlich erwarten wir von der Stadt, dass sie Zuwendungsempfängern, wie etwa den Elbkindern, diese Tariferhöhung auch ausfinanziert," fordert Schwettscher.

Die Privatwirtschaft ist von einem solchen notwendigen Schritt gegen Altersarmut leider noch weit entfernt.

Organisiert wird die Kundgebung von ver.di Hamburg.

Der SoVD Hamburg hat seine Teilnahme zugesagt, ebenso der niedersächsische Rentenaktivist Wolfgang Domeier, der eine erfolgreiche Petition auf campact initiiert hat.