Nachrichten

Warnstreiks vor der dritten Verhandlung

Tarifrunde für die Länder

Warnstreiks vor der dritten Verhandlung

Knapp 1000 Beschäftigte aus den Bezirksämtern haben sich heute an einem Warnstreik beteiligt.  Mit dabei waren zum Beispiel die Kundenzentren, die allgemeinen sozialen Dienste, die Bauprüfabteilungen und die Bauhöfe.

Viele Bereiche in den Ämtern mussten schließen, zum Beispiel auch Kundenzentren. Andere waren stark eingeschränkt.

Vor dem Hintergrund der dünnen Personaldecke und hohen Belastung, zum Beispiel in den Kundenzentren oder in den Grundsicherungsabteilungen, erscheint es den Beschäftigten wie blanker Hohn, dass die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlung kein Angebot vorgelegt haben. Vor der dritten Verhandlung, die am 28.2. beginnt, rollt deshalb die Warnstreikwelle durch die Bereiche.

Lautstark skandierten sie auf der Kundgebung vor dem Bezirksamt Wandsbek "Tschentscher, rück die Kohle raus, sonst streiken wir bis Nikolaus!"

Der Hintergrund ist ernst, das darf bei der guten Stimmung auf der Kundgebung nicht vergessen werden.

Berthold Bose, Landesbezirkleiter von ver.di Hamburg, betonte auf der Kundgebung: "Wir wollen am Verhandlungstisch Zukunft gestalten, doch die Arbeitgeber verweigern sich! Das ist der Skandal!"

Sieglinde Frieß, unsere Tarifkoordinatorin bei ver.di Hamburg, ergänzt: „Heute haben die Beschäftigten lautstark deutlich gemacht, dass sie in ihren Ämtern große Leistungen zeigen und deswegen auch eine bessere Bezahlung verdient haben. Das ist ein klares Zeichen an den Senat, in der kommenden Verhandlungsrunde für ein Angebot auf Augenhöhe einzutreten.“

Weitere Warnstreiks werden in den kommenden Tagen folgen: Zunächst am Mittwoch, den 20. Februar im Schulbereich. Aufgerufen sind Verwaltungsangestellte in den Schulbüros, Schulhausmeister*innen und Betriebsarbeiter*innen, Reinigungskräfte, Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen. Um 9.30 findet eine Kundgebung auf dem Gänsemarkt statt.

Am Freitag, den 22. Februar folgt ein ganztägiger Warnstreik in den sozialen Bereichen. Hier sind aufgerufen die Beschäftigten aus den Bezirken bei den Allgemeinen Sozialen Diensten (ASD), Grundsicherung, den Jugendämtern, Beratungen, Häuser der Jugend etc., aber auch die sozialen Bereiche der Schulen und des Landesbetriebes Erziehung und Beratung (LEB). Nach einer Kundgebung um 9.30 Uhr auf dem Gänsemarkt wird es eine Demonstration zum Gewerkschaftshaus geben, wo eine Abschlusskundgebung um 11.30 geplant ist.

Ihr findet rechts die Aufrufe zum Herunterladen.