Nachrichten

Musterbetriebsvereinbarung

Musterbetriebsvereinbarung

„Integration von Flüchtlingen in das Arbeits- und Berufsleben“

Um eine Diskussion über Handlungsmöglichkeiten von GewerkschafterInnen im Betrieb anzustoßen, wurde eine Musterbetriebsvereinbarung „Integration von Flüchtlingen in das Arbeits- und Berufsleben“ entworfen. Diese Betriebsvereinbarung befasst sich mit den Möglichkeiten, im Betrieb Beschäftigte mit bezahlter Freistellung auszustatten, um die Voraussetzungen für eine Integration von Flüchtlingen zu schaffen und abzusichern. Sie nimmt auch bewusst Themen auf, die über das eigentliche Geschäftsfeld des Unternehmens hinaus gehen, weil der Wirkungskreis einer Firma weiter reichen kann und - wie wir finden - auch weiterreichen muss. Diese Betriebsvereinbarung ist eine freiwillige. Sie kann auch als Grundlage für eine Dienstvereinbarung im öffentlichen Dienst genommen werden.  Sie ist einerseits Ideensammlung für ein Gespräch mit der Belegschaft. Andererseits dient sie als Leitfaden für offizielle Gespräche mit der Geschäftsleitung. Falls Ihr in größeren Betrieben tätig seid, sprecht doch im Vorfeld  auch die ArbeitsdirektorInnen und Personalverantwortlichen auf dieses Thema an. 
„Wir schaffen das“ – dieses vielzitierte Wort der Kanzlerin – kann nur mit Eurem Mitwirken im Motor der Integration, dem Arbeitsleben, Wirklichkeit werden. Ohne das Engagement von Vertrauensleuten, BetriebsrätInnen und anderen Aktiven bleibt der Anspruch sonst  ein wirkungsloser Appell auf dem Papier.  Wir wissen allerdings auch, dass die Debatte um Integration im Betrieb umso wichtiger wird, je mehr die „Pegidarisierung“ der Gesellschaft voranschreitet und sich Rassismus und Neofaschismus in der Mitte der Gesellschaft ausbreiten.
Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn Ihr uns Eure Erfahrungen im Betrieb mitteilt und freuen uns über ein Feedback unter der Mailadresse: peter.bremme@verdi.de