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Gehaltserhöhung und Gesundheit: Wir brauchen beides!

Streik im Bankgewerbe

Gehaltserhöhung und Gesundheit: Wir brauchen beides!

Hunderte Bankangestellte auf Gesundheits- und Gehaltserhöhungsmarsch um die Hamburger Binnenalster

 

500 Bankangestellte aus Hamburg haben am Donnerstag, den 20. Juni 2019, zum Start eines zweitägigen Streiks erste Filialschließungen in der Hansestadt bewirkt.

Die Kolleginnen und Kollegen von UniCredit, Hamburger Sparkasse, Commerzbank und Deutsche Bank hatten sich am Morgen in der City am Jungfernstieg getroffen. Von dort ging es beim so genannten „Gesundheitsmarsch“ rund 45 Minuten um die Binnenalster.

Bei der anschließenden Kundgebung am Gänsemarkt skandalisierten die zahlreichen Redner*innen die gesundheitsbelastende Arbeitssituation in vielen Bereichen und Betrieben und das unterirdische Gehaltsangebot (s.u.) des Arbeitgeberverbandes.

„Die Zahl der wieder neu hinzugekommenen und heute in Hamburg eingetretenen Mitstreiter*innen macht Mut. So können die Bankbeschäftigten  den Druck auf den Arbeitgeberverband  Banken bei den nächsten Streiks weiter erhöhen“, so Ira Gloe-Semler, verdi-Fachbereichsleiterin Banken bei ver.di Hamburg.   

Insgesamt berichteten die Streikenden nicht ohne Stolz von den betrieblichen Auswirkungen des Ausstands, darunter:

Haspa: Schließung der Vermögensberatung Geesthacht, Personalbesetzungsprobleme in der Vierlandenstraße in Bergedorf und Hamburg-weit streikbedingte Personalrochaden der Regionalleitungen.

Commerzbank: Schließung der Filiale in Kaltenkirchen und geschlossene Kassen in Norderstedt.

UniCredit: Das Außenhandelsabwicklungsteam war fast geschlossen auf der Straße. In Verbindung mit dem Feiertag (Fronleichnam) in Süddeutschland war dadurch bundesweit nur ein stark eingeschränktes Geschäft möglich. Von den UniCredit-Filialen Alte Wallbrücke, Altona, Rahlstedt und Wandsbek hieß es, sie seien streikbedingt geschlossen.

Der Streik wird morgen, am 21. Juni 2019, ganztägig fortgesetzt.

Hintergrund des Streiks sind die Entgelt-Tarifverhandlungen im Bankengewerbe. Der Tarifvertrag ist seit Februar aufgekündigt.

Die 5. Verhandlungsrunde findet am 3.7.2019 in Berlin statt.

Die Arbeitgeber hatten nach der dritten Verhandlungsrunde überhaupt erstmals ein Angebot gemacht.  Nach dem vierten Treffen wurde das Angebot auf 1,7 % bei 7 Leermonaten erhöht. Das ist auf das Jahr umgerechnet eine Lohnerhöhung von 0,7 %.

Zu den Forderungen für die Bankbeschäftigten:

Zu den Forderungen für Auszubildene: