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Drohende Altersarmut erfahrbar machen

Seniorenresidenz 2030

Drohende Altersarmut erfahrbar machen

Da stutzten so manche der vorbeikommenden Tourist*innen und Hamburger*innen: Wurfzelte, wie man sie -leider- oft unter den Hamburger Brücken sieht, mitten auf dem Rathausmarkt. Ein Blick auf das Eingangstor zur Aktionsfläche brachte dann schnelle Klarheit: "Willkommen in der Seniorenresidenz 2030"  war dort zu lesen. Der Arbeiter*innenausschuss in ver.di Hamburg machte hier, zusammen mit den ver.di-Frauen und den aktiven Senior*innen, mit einer Aktion auf die drohende Altersarmut aufmerksam. Das drastische Bild der kleinen Zeltstadt sollte transportieren, welche Folgen Armut im Alter haben kann. Wichtigstes Ziel: Vor allem die Betroffenen selbst zu sensibilisieren. Denn, so konnte man es auf den Schildern, die die Kolleg*innen  am Körper trugen, lesen: Auch wer in vermeintlich gar nicht so schlecht bezahlten Berufen arbeitet, ist nach jetzigem Stand von Altersarmut bedroht. Beispielhaft war dort die aktuelle Bezahlung in einigen Berufen zu lesen und die zu erwartende gesetzliche Rente. "Wir möchten die Menschen anregen, sich jetzt mit dem Thema zu befassen und sich einzumischen, damit sich etwas ändert. In ihrem eigenen Interesse. Viele haben das Thema nicht auf dem Radar", erläutert Klaus-Dieter Schwettscher von ver.di Hamburg. Viele, die an diesem Samstag am Rathausmarkt vorbeikamen, nahmen sich die Zeit, die Seniorenresidenz aus Wurfzelten zu besichtigen, das Eingangtor wurde zum beliebten Selfie-Motiv, es gab viel Interesse und Zuspruch, auch der ehrenamtliche Ver.di-Versichertenberater für Fragen zur Rente hatte gut zu tun.