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Rund 500 Beschäftigte kamen zur Streik-Kundgebung

Tarifrunde Banken: Warnstreik

Rund 500 Beschäftigte kamen zur Streik-Kundgebung

Beschäftigte des privaten und öffentlichen Bankgewerbes vor dem Gewerkschaftshaus

Sie trafen sich vor den Zentralen ihrer Bankhäuser und kamen in einem Sternmarsch vor das DGB-Haus. Etwa 500 Bank-Beschäftigte fanden sich bei der Kundgebung ein und machten laut und deutlich klar, was sie von der Arroganz und erablassung ihrer Arbeitgeber in der aktuellen Tarifrunde halten.

Viele weitere Bankmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, u.a. aus dem Norden und aus Niedersachsen, nahmen außerhalb Hamburgs an dem Warnstreik teil.

Aus der Pressemeldung von ver.di Hamburg:

Ihrer Verärgerung über die Blockadehaltung auf Arbeitgeberseite machten die  Beschäftigten der Commerzbank, der Deutschen Bank, der Hamburger Sparkasse und der UniCredit vor dem Gewerkschaftshaus lautstark Luft.

 Jutta Spiegel, Tarifkommission:

„Wären wir den Arbeitgebern wichtig, wären sie in die Verhandlungen eingestiegen und hätten ein Gegenangebot gemacht. Stattdessen soll ver.di alle Forderungen zurück nehmen.“

 Jakob Schellenberg, Betriebsrat Postbank (Grußworte):

„Wer seinen Beschäftigten Zurückhaltung und Sparsamkeit predigt, weil es den Banken so schlecht geht, und sich selbst die Taschen voll macht, ist ein Heuchler. Die Boni der Vorstände stagnieren nicht. Da kann man Geld sparen und nicht bei den Beschäftigten.“

 Berthold Bose, Landesbezirksleiter ver.di Hamburg:

„Das ist eine Tarifrunde der Schande. Das, was die Arbeitgeber anbieten, ist noch nicht mal ein Almosen, das ist eine Unverschämtheit“.

Auch die angekündigte Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank war beim heutigen Warnstreik ein Thema.

Ira Gloe – Semler, ver.di – Fachbereichsleiterin für das Bankgewerbe:

„Wir von ver.di werden alles tun, um diese Fusion zu verhindern. Es droht ein erheblicher Arbeitsplatzabbau von bundesweit bis zu 30.000 Stellen, das können und wollen wir nicht akzeptieren.“

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen.

Auszubildende sollen eine Erhöhung ihrer Vergütung um 100 Euro erhalten. Außerdem will ver.di über die Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Es soll sechs Gesundheits- und Entlastungstage für alle Beschäftigten und einen Anspruch auf Fortbildung geben.

Die nächste Verhandlungsrunde im Bankgewerbe findet am 11. April 2019 statt.

Einige Impressionen vom Warnstreik gibt es in der Bildrgalerie.

Mehr Informationen zur geplanten Fusion von Commerzbank und Deutscher Bank haben wir hier: