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Unterschriften für bessere Bedingungen

Grundsicherungsämter

Unterschriften für bessere Bedingungen

Unterschriftenaktion und Appell an den Senat: System-Umstellung auf neues  Software- Fachverfahren braucht mehr Zeit, Personal und Unterstützung!

Weil sie viel zu wenige sind und ihre Arbeit mit „Doppelbuchführung“ und etlichen, schlecht vorbereiteten Neuerungen nicht mehr bewältigen können, haben die Beschäftigten der Bezirksämter im Bereich „Grundsicherung und Eingliederungshilfe“  eine Unterschriften-Aktion durchgeführt. 450 der ca. 900 Beschäftigten in ganz Hamburg machten mit ihrer Unterschrift auf die unhaltbaren Zustände in ihrem Bereich aufmerksam machen.

Am heutigen Mittwoch wurden die Unterschriften an den Leiter des Bürgerbüros des ersten Bürgermeisters, Renè Alfeis, übergeben.

Aufgabe der Beschäftigten ist die Unterstützung bedürftiger Menschen in Hamburg bei Sozialhilfe, Grundsicherung und Eingliederungshilfe. Mit der Ablösung des bestehenden Computer-Fachverfahrens PROSA durch das neue ProSoz ist eine immense Mehrbelastung entstanden, die die Beschäftigten nicht mehr leisten können: u.a. Doppelte Buchführung, unzureichende fachliche Unterstützung, hoher Zeitdruck. Die Umstellung soll bis zum 6.9.2019 abgeschlossen sein. Weil ohnehin Personal fehlt und die Fallzahlen gestiegen sind, ist schon länger das Arbeitsvolumen ohne Überstunden nicht zu schaffen und deshalb die Fluktuation hoch.

Jetzt befürchten die Beschäftigten, dass mit dem Umstellungsverfahren, das kaum zu bewältigen ist, spätestens ab Oktober Hilfeempfänger in Hamburg ihre Sozialleistungen nicht oder unvollständig ausbezahlt bekommen werden.

Entlastungsvorschläge der zuständigen Behörde wie z.B. verkürzte Öffnungszeiten während der Systemumstellung reichen nicht aus, da sind sich die Beschäftigten sicher.

Mit ihrer Unterschriftenaktion fordern sie kurzfristige aber durchgreifende Hilfemaßnahmen und endlich ausreichend Personal.