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Arbeitgeber bewegen sich nicht – wieder Warnstreik am Hamburger …

Tarifrunde Bodenverkehrsdienste

Arbeitgeber bewegen sich nicht – wieder Warnstreik am Hamburger Flughafen

13.03.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft am Donnerstag, den 14.3. die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste (BVD) am Hamburger Flughafen von 12:30 Uhr bis 00:00 Uhr zu einem Warnstreik auf.

Nach fünf Verhandlungsrunden und einem ergebnislosen Sondergespräch am Dienstag, den 12.3., will die Gewerkschaft nun vor der nächsten Verhandlung am 20.3. den Druck erhöhen. Vor dem Hintergrund der Hamburger Schulferien wird im Wesentlichen die Spätschicht aufgerufen, um die Auswirkungen für die Reisenden zu begrenzen.

Im Verlauf der Verhandlungen ist ver.di dem Arbeitgeber bereits weit entgegengekommen. Ver.di fordert unter anderem den Hamburger Mindestlohn für öffentliche Unternehmen von 12,-€/ Stunde für die unterste Lohngruppe und eine entsprechende Erhöhung der weiteren Lohngruppen ab dem 1.1.2020 bei einer Laufzeit von 20 Monaten.

„Wir setzen jetzt darauf, dass der Bürgermeister es ernst meint mit der Zusage eines Mindestlohnes von 12,-€ für die Beschäftigten aller Hamburger öffentlichen Unternehmen“, erklärt Verhandlungsführerin Irene Hatzidimou von ver.di. „Eine Einigung in diesem Konflikt ist möglich, aber das ist auch eine Frage des politischen Willens.“ So könne man z.B. nicht mehr Personal am Flughafen gegen das Kofferchaos fordern und gleichzeitig erwarten, dass die Gewinne genauso ansteigen, wie in der Vergangenheit. Hatzidimou: „Im Zweifel muss die Stadt ihre Gewinnerwartung senken. Wenn Hamburg die Stadt der guten Arbeit sein will, dann muss das auch für die Kolleginnen und Kollegen am Flughafen gelten.“

Der Flughafen Hamburg gehört zu 51,1% der Stadt Hamburg und hatte 2017 ein Jahresergebnis von 46.6 Mio. €.

Der Arbeitgeberverband AVH bietet für die unterste Lohngruppe 12,-€/ Stunde erst ab 2010 an, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Für andere Beschäftigte soll der Lohn nur um die Hälfte steigen.

In den Tarifverhandlungen der Bodenverkehrsdienste in Düsseldorf und München hat es inzwischen eine Einigung gegeben:

In Düsseldorf steigen die Löhne um rund 9% bei einer Laufzeit von 18 Monaten, in München um bis zu 15% bei einer Laufzeit von 20 Monaten.

 

Für Rückfragen: Irene Hatzidimou: 0151 12602985

Hinweis an die Redaktionen: Die Zahl der Streikenden liegt uns am 14.3. etwa ab 15 Uhr vor, da die Schichten fließend ineinander übergehen. Eine Kundgebung ist geplant, darüber informieren wir im Verlaufe des Tages.

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressesprecherin: Heike Bettermann 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de