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LichtBlick bleibt beim „Nein“ zum Tarifvertrag

Jetzt sind die Beschäftigten am Ball!

LichtBlick bleibt beim „Nein“ zum Tarifvertrag

21.02.2022

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick für seine ablehnende Haltung gegenüber einem Tarifvertrag. Ende Januar endete eine zweite Frist, in der ver.di das Unternehmen erfolglos zu Verhandlungen über einen Haustarifvertrag aufgefordert hatte. Bereits letzten November gab es seitens ver.di einen ersten Versuch, Tarifverhandlungen aufzunehmen, um branchenübliche Gehälter und tarifliche Standards der Energiewirtschaft für die rund 400 LichtBlick-Beschäftigten zu vereinbaren. ver.di kündigt an, den tariflosen Zustand des Hamburger Energieversorgers weiterhin nicht zu akzeptieren und jetzt die Beschäftigten für Aktionen zu mobilisieren.

„Wir bedauern die Ablehnung gegen einen Tarifvertrag“, sagt Björn Krings von ver.di Hamburg. „Es passt einfach nicht zusammen, dass sich ein Unternehmen mit einem fairen Image schmückt und gleichzeitig die Sozialpartnerschaft ablehnt.“ Krings weiter: „Jetzt sind die Beschäftigten am Ball! Wir werden mit verschiedenen Initiativen den Druck für einen Tarifvertrag erhöhen. Dabei schließen wir zukünftig einen Warnstreik nicht aus. Denn ohne Tarifvertrag gibt es keine Friedenspflicht.“

ver.di hatte dem Unternehmen bereits zu Jahresbeginn einen umfangreichen und flexiblen Entwurf über einen modernen Haustarifvertrag als Verhandlungsgrundlage vorgeschlagen. Auch das hat keine Bereitschaft zur Aufnahme von Tarifverhandlungen ausgelöst. Stattdessen arbeitet das Unternehmen an einer betrieblichen Regelung zur Struktur der Gehälter, um offensichtlich so einen Tarifvertrag zu umgehen.

"Eine betriebliche Regelung zur Gehaltsstruktur kann einen Tarifvertrag aus mehreren Gründen nicht ersetzen“, sagt Sven Peters, Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der ver.di Tarifkommission. „Als Betriebsrat bestimmen wir bei so einer abstrakten Regelung zwar mit, wenn es aber um konkrete Gehälter und Gehaltserhöhungen oder zum Beispiel die Höhe der Wochenarbeitszeit geht, sind uns die Hände gebunden. Das darf gesetzlich nur die Gewerkschaft mit dem Arbeitgeber verhandeln und vereinbaren.“

Krings ergänzt: „Nur ein Tarifvertrag schafft nachhaltig faire Gehälter und sichert gute Arbeitsbedingungen. Die Hand für Tarifverhandlungen bleibt weiter ausgestreckt und wir hoffen auf ein Umdenken der Geschäftsführung.“

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