Pressemeldungen

Studentische Beschäftigte kämpfen für einen Tarifvertrag

Bundesweiter Kampagnenstart

Studentische Beschäftigte kämpfen für einen Tarifvertrag

06.04.2021

Am Donnerstag, den 8.4., 11 Uhr, werden Aktive der Kampagne „Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter“ im Rahmen einer –coronakonformen- Kundgebung und Foto-Aktion symbolisch ihre Forderungen in die Finanzbehörde (Gänsemarkt 36) tragen.

Die Aktiven der Bewegung „TVStud“, die unter anderem von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) getragen wird, fordern vom Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), der auch stellvertretender Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder – TdL- ist, und der Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) Tarifverträge und Mitbestimmungsrechte auch für die über 4000 Studentischen Beschäftigten an den Hamburg Hochschulen.

In den nächsten Wochen werden bundesweit Aktionen im Rahmen der Kampagne stattfinden. Für ihre Forderungen sammeln die Aktiven Unterschriften und organisieren sich in lokalen Initiativen. Sie arbeiten mit Blick auf die Tarifrunde der Länder im Herbst daran, dass auch für die über 300.000 Studentischen Beschäftigten in Deutschland Tarifverträge möglich werden. 

Heidi Heil von „TVStud Hamburg“: „Wir werden es nicht weiter durchgehen lassen, dass man bei uns und unseren Arbeitsbedingungen meint, eine Ausnahme machen zu können. Wir erwarten vom zuständigen Finanzsenator Andreas Dressel, dass dieser endlich sein Versprechen „Hamburg Stadt der guten Arbeit“ einlöst und sich auf Tarifverträge für Studentische Beschäftigte einlässt. Dazu gehört auch, dass er sich als stellvertretender Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder dafür einsetzt, dass diese endlich ihre Blockadehaltung gegenüber den Gewerkschaften ver.di und GEW aufgeben und bundesweit den Weg für Tarifverhandlungen freimachen.“

Heidi Heil weiter: „Was wir vom Rot-Grünen Senat, namentlich Andreas Dressel und Katharina Fegebank, verlangen, ist nicht viel. Wir fordern das Recht auf demokratische Mitbestimmung, so wie es fast allen Arbeitnehmer*innen in Deutschland auch zusteht, sowie einen Tarifvertrag. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, uns diese Mindeststandards der Arbeitswelt weiter zu verwehren. Die SPD und Grünen müssen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden!“

Vor Ort gibt es Gelegenheit für Fotos, O-Töne und Hintergrundgespräche.

 Hintergrund:

Die Kampagne „Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter“ wird u.a. von den Gewerkschaften ver.di und der GEW, sowie dem freien Zusammenschluss von Student*innenschaften (fzs) e.V., dem bundesweiten Dachverband der AStEN unterstützt. Mit dabei sind insgesamt 484 Organisationen und Einzelpersonen aus Gewerkschaft, (Hochschul-)Politik und Wissenschaft, darunter 59 Professor*innen, die die Kampagnen-Petition erstunterzeichnet haben (siehe hier:).

Über 4000 Studentische Beschäftigte der Hansestadt Hamburg sind vom Tarifvertrag der Länder und auch von den Mitbestimmungsrechten des Hamburger Personalvertretungsgesetzes ausgenommen. Sie erhalten mit 10,77 Euro pro Stunde deutlich weniger als den versprochenen „Hamburger Mindestlohn“ von 12 Euro. Knapp 75% der Stundentischen Beschäftigten erhalten nur einen Arbeitsvertrag, der auf zwei bis 6 Monate befristet ist.

Alle Informationen zur bundesweiten Kampagne finden sich auf: www.tvstud.de .

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressestelle 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de