Pressemeldungen

Schulhausmeister*innen machen Druck für equal pay!

Schulhausmeister*innen machen Druck für equal pay!

21.09.2021

Schulhausmeister*innen für gleiche Bezahlung!

Hat der Finanzsenator sein Versprechen zu equal pay gebrochen?

Schulhausmeister*innen und Betriebsarbeiter*innen von Schulbau Hamburg (SBH) fordern in der letzten Bundestagswahlkampf-Woche equal pay ein, was ihnen schon vor über einem Jahr in Aussicht gestellt wurde.

Die Kolleg*innen von Schulbau Hamburg (SBH) bekommen seit Jahren weniger Geld für ihre wichtige Aufgaben im Gebäudemanagement der Schulen als die Beschäftigten der Gebäudemanagement Hamburg (GMH) südlich der Elbe - obwohl sie die gleiche Arbeit machen und beide Firmen unter dem Dach der Finanzbehörde Hamburg einen Konzern bilden, mit gemeinsamem Aufsichtsrat und gleicher Geschäftsführung.

Im Bürgerschaftswahlkampf 2020 hatten Kolleg*innen beider Firmen auf diese Ungerechtigkeit hingewiesen und im Juni 2020 das Versprechen ihres obersten Dienstherrn, des Finanzsenators Dr. Andreas Dressel erhalten, dass Verhandlungen über einen Weg zu equal pay eröffnet werden sollen.

„Als ich im Austausch mit GMH – Kolleginnen und -Kollegen erfuhr, dass wir für die gleiche Arbeit bis zu 8.000 Euro weniger im Jahr bekommen, konnte ich es kaum glauben. Das macht bei unseren niedrigen Lohngruppen eine Menge aus. Das ist einfach ungerecht!“ findet Thomas Ladewig, Schulhausmeister aus St. Georg.

Im Juni 2021 erklärten Vertreter*innen der Arbeitgeberseite den Beschäftigten des Schulbau Hamburg in einer Video-Versammlung, dass es kein equal pay für alle Betriebsdienste geben soll - stattdessen neue Tätigkeiten für wenige, die dann eventuell höher bezahlt würden.

„Versprochen wurden Verhandlungen mit unserer ver.di - Tarifkommission. Wir wollen als Betroffene der ungerechten Bezahlung über die Umsetzung von equal pay bei Schulbau Hamburg auf Augenhöhe verhandeln. Ist das Versprechen von gerechten Löhnen heute nur eine Absichtserklärung im Wahlprogramm?“ fragt sich Peter Claussen, Schulhausmeister aus Wandsbek.  

Die Schulhausmeister*innen und Betriebsarbeiter*innen engagieren sich täglich mit großer Leidenschaft für ‚ihre Schule‘. Durch Ganztagsbeschulung und zunehmende Hallennutzung sind sie oft rund um die Uhr gefordert. Neue technische Herausforderungen und eine Fülle neuer Aufgaben an den Schulen sind nur durch großen Einsatz der Beschäftigten umsetzbar. Seit Pandemiebeginn machen sie mit hoher Flexibilität und Risikobereitschaft einen sicheren Betrieb der Schulen möglich. Auch am Wahlsonntag, dem 26.September gewährleisten sie mit Überstunden einen Pandemie-sicheren Betrieb vieler Wahllokale, die in Schulen eingerichtet sind.

In dieser Woche bekommen die Bundestags-Kandidat*innen der SPD Post. Hunderte Hallennutzer*innen aus Sportvereinen, Kolleg*innen anderer Berufsgruppen, Freunde und Familie der betroffenen Kolleg*innen schreiben derzeit Emails an die sozialdemokratischen Kandidat*innen der sechs Hamburger Wahlkreise und fordern sie dazu auf, ihre Parteifreunde in der Finanzbehörde an ihr gegebenes equal – pay -Versprechen zu erinnern, schließlich gehören ‚Gerechte Löhne‘ zu den SPD - Forderungen im aktuellen Wahlkampf.