Pressemeldungen

ver.di-Kundgebung am Tag der Daseinsvorsorge

ver.di-Kundgebung am Tag der Daseinsvorsorge

18.06.2021

Am Mittwoch, den 23 Juni, dem Tag der Daseinsvorsorge, macht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit einer Kundgebung auf dem Rathausmarkt auf die Notwendigkeit einer guten sozialen Infrastruktur aufmerksam.

Die Kundgebung beginnt um 12 Uhr, im Anschluss, um 13 Uhr, soll ein Brief mit den Anliegen und der Bitte um Unterstützung an den Ersten Bürgermeister übergeben werden.

Um den Hygieneauflagen zu genügen, werden die betroffenen Sektoren von Delegationen vertreten. Diese kommen unter anderem aus sozialen Bereichen, öffentlichem Dienst, Handel, ÖPNV, Hafen, Wissenschaft und Forschung.

Der öffentliche Dienst, die öffentlichen Unternehmen, die Pflegeeinrichtungen und auch die Bereiche der grundsätzlichen Versorgung, wie der Einzelhandel, haben gerade in der Pandemie gezeigt, wie wichtig eine nachhaltige soziale Infra- und Versorgungsstruktur für unsere Gesellschaft ist. Sie tragen wesentlich zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Stabilität bei und sind eine notwendige Voraussetzung für die Zukunft - auch in Hamburg. Die Beschäftigten bringen ihre Leistung jeden einzelnen Tag im Jahr, bei Wind und Wetter, oft genug - trotz Ansteckungsgefahr - im persönlichen Kontakt. All dies sichert Tag für Tag die Lebensqualität aller Menschen in unserer Stadt.

Hinter diesen Leistungen verbergen sich 150.000-200.000 Beschäftigte allein in Hamburg, die engagiert dafür sorgen, dass der Betrieb reibungslos funktioniert und den Bürger*innen zur Verfügung steht. Die Kolleg*innen leisten Hervorragendes und haben besonders während der Pandemie gezeigt, dass wir Krisen nur mit einem gut ausgebauten Sozial- und Versorgungsstaat bewältigen. Die Krise hat aber auch die Mängel sichtbar gemacht, die es zu beheben gilt. Hier geht es insbesondere um Personalausstattung, Entgelt und Wertschätzung sowie Qualifizierung für die Arbeitswelt der Zukunft.

Berthold Bose, Landesbezirksleiter ver.di Hamburg:

"Die öffentliche Daseinsvorsorge ist ein wichtiges Gut und eine notwendige Grundlage für das Zusammenleben der Menschen in Hamburg. Sie muss als Ausgleich untereinander wirken und auch Gleichberechtigung zum Ziel haben. Zudem müssen sich die klimapolitischen Notwendigkeiten in ihr widerspiegeln. Wir erwarten von der Politik, diese Ziele mit uns zu konkretisieren und Beschäftigte und ver.di bei der Umsetzung einzubinden."

Olaf Harms, ehrenamtlicher Vorsitzender ver.di Hamburg:

"Wir nutzen den Tag der Daseinsvorsorge, um in den Fokus zu rücken, dass nur durch eine gut ausgebaute Infra- und Versorgungsstruktur Chancengleichheit in unserer Stadt garantiert wird. Wir fordern die hamburgische und die Bundespolitik auf, jetzt die politischen Weichen dafür zu stellen, dass niemand abgehängt und unser Sozialstaat weiterentwickelt wird."

Sieglinde Frieß, stellvertretende Landesbezirksleiterin ver.di Hamburg:

"Die Beschäftigten sind das Rückgrat einer nachhaltigen und sozialen Politik. Sie sind hohen Belastungen ausgesetzt und in der Pandemie wurde offensichtlich, dass die Ausstattung nicht den Anforderungen entspricht. Wir erwarten von der Politik eine klare Abkehr vom Sparkurs der vergangenen Jahrzehnte und die Umsetzung einer auskömmlichen Personalpolitik, die gute Arbeit und gutes Leben sichert."

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressestelle 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de