MSC- Tochter Medrepair: ver.di fordert Kündigungsrücknahme für BR-Vorsitzenden

Pressemitteilung vom 30.05.2024

Hafen Hamburg:

ver.di fordert Rücknahme der Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden von MSC-Tochter Medrepair!

Unternehmen wird durch Arbeitgeber-Anwalt Helmut Naujoks vertreten

ver.di fordert von der Geschäftsführung der Firma Medrepair die sofortige Rücknahme der Kündigung des ver.di - Mitglieds Wjatscheslaw Fur, seine adäquate unbefristete Weiterbeschäftigung und die Wiederaufnahme seiner Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender. Die 100%ige MSC-Tochter ist im MSC-Konzern an den Standorten Hamburg und Bremerhaven mit ca. 50 Beschäftigten für die Containerreparatur im Konzern und als Dienstleister tätig. Wjatscheslaw Fur hat als Vorsitzender des Betriebsrates engagiert die Interessen der Beschäftigten vertreten. Ist dies der Geschäftsführung ein Dorn im Auge? Ihm wurde fristlos gekündigt. Eine weitere Kündigung will sich das Unternehmen vom Arbeitsgericht genehmigen lassen.

Juristische Unterstützung leistet dabei der bundesweit bekannte Arbeitgeberrechtsanwalt Helmut Naujoks, der Kanzleien in Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt unterhält. Er gibt regelmäßig Seminare, in denen er Arbeitgebervertretern Wege aufzeigt, wie mit Betriebsräten mit juristischen (und nicht-juristischen) Mitteln umgegangen werden kann.

„Dass hier eine MSC-Tochter so gegen engagierte Betriebsräte vorgeht, sollte zu denken geben. Wenn dies das Zeichen ist, das MSC für den zukünftigen Umgang mit Arbeitnehmervertretern im Konzern geben will, dann scheinen sich die Befürchtungen zu bestätigen, dass MSC spätestens nach fünf Jahren die Arbeitnehmerrechte weitgehend zurückschrauben will. Wir fordern die sofortige bedingungslose Weiterbeschäftigung unseres Mitglieds, damit Wjatscheslaw Fur  auch seiner Tätigkeit als gewählter Betriebsratsvorsitzender zum Wohle der Belegschaft weiter nachgehen kann“, so André Kretschmar, Landesbezirksfachbereichsleiter B in ver.di Hamburg.

„Mit Helmut Naujoks hat sich die MSC-Tochter Medrepair einen ‚union-busting‘-Anwalt ausgesucht, der bundesweit für sein gezieltes Vorgehen gegen Betriebsräte im Auftrag seiner Mandanten unterwegs ist. Wir erleben eine Zuspitzung betrieblicher Auseinandersetzungen, die unter einem juristischen Deckmäntelchen geführt werden. Einfachen Beschäftigten sollen die demokratischen Rechte genommen werden, die sie im Betrieb haben. Dies ist himmelschreiendes Unrecht. Medrepair muss den Kollegen Fur bedingungslos weiterbeschäftigen. Die Kollegen werden aufgerufen, bei dem Verfahren vor dem Arbeitsgericht Hamburg am 03. Juni ihre Solidarität zu zeigen“, so Lars Stubbe, Gewerkschaftssekretär im Fachbereich B.