Pressemeldungen

Schließungspläne der Flugzeugwartung Lufthansa Technik - Kundgebung!

Schließungspläne der Flugzeugwartung Lufthansa Technik - Kundgebung!

01.06.2021

Schließung der Flugzeugwartung der Lufthansa Technik geplant:

Knapp 150 Arbeitsplätze in Hamburg in Gefahr – Kundgebung am Mittwoch, 2. Juni 2021

Die Pläne der Lufthansa Technik AG, die Flugzeugwartung (Line Maintenance) in Hamburg und an weiteren fünf Standorten zu schließen, lösen bei den Beschäftigten Fassungslosigkeit und große Sorge um ihre Zukunft aus. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert das Schließungsvorhaben aufs schärfste und wird sich gemeinsam mit den Betroffenen für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen.

ver.di Hamburg ruft die Beschäftigten der Lufthansa Technik in der Hansestadt zu einer Kundgebung auf:

am: Mittwoch, 2. Juni 2021,

um: 12:00 Uhr

Ort: Vor dem Werkstor Lufthansa Technik

Weg beim Jäger 193

22335 Hamburg

Bundesweit sind von den Schließungsplänen der Lufthansa Technik AG etwa 1350 Arbeitsplätzen bedroht, in Hamburg sind es um die 150. Der Lufthansa Konzern hatte bereits vor zwei Jahren damit begonnen, die Flugzeugwartung umzustrukturieren. Unmittelbar vor der Krise hatte der Konzern die Line Maintenance für die LH Airline an den Standorten Frankfurt, München und Hamburg von der Lufthansa Technik AG abgespalten und zur Deutschen Lufthansa AG verlagert. Damit verlor die Line Maintenance mehr als die Hälfte ihres Geschäftes. Wichtige Arbeitsbereiche gingen an externe Konkurrenzunternehmen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte ver.di die Pläne kritisiert und angemahnt, dass unternehmerische Entscheidungen nicht die Arbeitsplätze gefährden dürften.

Natale Fontana, Fachbereichsleiter Verkehr ver.di HH: „Während die Beschäftigten alles daran setzen, ihr Unternehmen durch die Corona-Krise zu bringen, bleibt das Unternehmen knallhart bei seinen Umstrukturierungsplänen und hat offenbar vor, Arbeitsplätze zu vernichten. Wir fordern den Lufthansa-Konzern auf, die Entscheidung zu korrigieren bzw. zu revidieren!“

Domenico Perroni, Gewerkschaftssekretär ver.di Hamburg: "Um Arbeitsplätze zu sichern, hat der Lufthansa-Konzern in der Pandemie mehrere Milliarden Euro an staatlicher Unterstützung erhalten und Kurzarbeitsgeld bekommen. Jetzt zeigt sich einmal mehr, dass es ein Fehler war, den Erhalt der Arbeitsplätze nicht zur Bedingung für die Hilfszahlungen zu machen.“