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ver.di fordert LichtBlick erstmals zu Tarifverhandlungen auf

Hamburger Ökostromanbieter

ver.di fordert LichtBlick erstmals zu Tarifverhandlungen auf

22.11.2021

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat den Hamburger Energieversorger LichtBlick SE erstmals zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag aufgefordert. Damit will ver.di den tariflosen Zustand von Deutschlands größtem Ökostrom - Anbieter beenden.

Die Geschäftsführung der LichtBlick SE wurde letzte Woche offiziell von ver.di zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Eine Rückmeldung des Unternehmens steht noch aus. Mit der Einführung eines Tarifvertrages will ver.di gute Arbeitsbedingungen absichern und für branchenübliche Gehälter bei den rund 400 Beschäftigen sorgen. LichtBlick ist mittlerweile hinter den bekannten Energiekonzernen wie E.ON und Vattenfall einer der größten Energieversorger in Deutschland. Im Jahr 2020 hat das ehemalige StartUp-Unternehmen erstmalig die Milliardengrenze im Jahresumsatz überschritten.

ver.di geht davon aus, dass durch das Fehlen eines Tarifvertrages bei LichtBlick - gerade im niedrigeren Vergütungsbereich - zum Teil deutlich unterhalb dessen gezahlt wird, was für ein Unternehmen dieser Größe in der deutschen Energiewirtschaft üblich ist. Des Weiteren fehlen branchenübliche Tarifstandards wie Weihnachtsgeld, Gehaltsaufstockung beim Krankengeld und regelmäßig mit der Gewerkschaft ausgehandelte Tariferhöhungen.

„Es ist Zeit für einen Tarifvertrag,“ sagt Björn Krings, zuständiger Gewerkschaftssekretär von ver.di Hamburg. „Obwohl LichtBlick kein schlechter Arbeitgeber ist, fehlen den 400 Kolleginnen und Kollegen nach wie vor die tariflichen Standards der deutschen Energiebranche. Wir hoffen auf die Bereitschaft von LichtBlick, den tariflosen Zustand zu beenden und im Sinne der Beschäftigten einen Tarifvertrag mit uns zu verhandeln.“ Krings weiter: „Ökostrom ist Teil der Energiewende, tarifliche Arbeitsplätze müssen es auch werden!“

Sven Peters, Betriebsratsvorsitzender bei der LichtBlick SE und Mitglied der ver.di Tarifkommission ergänzt: „Wir arbeiten gern bei LichtBlick und wollen dies auch weiterhin tun. Eine Bezahlung unter branchenüblichem Tarif ist vielen Beschäftigten aber nicht mehr zu vermitteln. Deshalb brauchen wir eine Zukunft mit Tarifvertrag!“ 

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