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ver.di fordert: Beschäftigte und Bewohner in der Altenpflege …

Altenpflege

ver.di fordert: Beschäftigte und Bewohner in der Altenpflege nicht alleine lassen!

21.12.2020

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) reagiert mit deutlicher Kritik an Heimbetreibern und Politik auf das starke Anwachsen der Corona-Fallzahlen in Pflegeheimen.

„Seit Beginn der Pandemie fordern wir wirksame Schutzmaßnahmen für die stationäre und ambulante Altenpflege“, erklärt Arnold Rekittke, zuständiger Gewerkschaftssekretär für die Altenpflege bei ver.di Hamburg. Er fährt fort: „Wir hören bis heute von den Beschäftigten, dass es an Schutzausrüstung wie FFP-2-Masken mangelt. Die zunehmende Zahl der Corona-Erkrankungen bei den Beschäftigten verschärft den Personalnotstand weiter – aus diesem Teufelskreis müssen wir raus!“

„Wenn die Ausbreitung der Pandemie in den Pflegeeinrichtungen nicht schnell reduziert werden kann, bedeutet das zwangsläufig auch das Überlaufen der Kliniken“, so Rekittke. „Schnelles Handeln ist deshalb zwingend, um die Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern.“ 

Für Rekittke sind verpflichtende Tests, ausreichend Personal und unverzügliche Impfungen entscheidend, um Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte in der ambulanten und stationären Pflege zu schützen.

Zudem werde der Personalmangel verschärft, weil die Tests von examiniertem Pflegepersonal durchgeführt werden müssen.

„Hier braucht es bessere Konzepte, damit die dringend notwendigen Corona-Tests nicht die Versorgung der Heimbewohner zusätzlich einschränken“, fordert Rekittke. "Politik und Heimbetreiber sind gleichermaßen gefordert“

Er betont darüber hinaus die Bedeutung von Betriebsräten und Mitarbeitervertretungen in der Krise. „Über die gewählten Interessenvertretungen sind die Beschäftigten in das Krisenmanagement eingebunden, deshalb tragen sie die Entscheidungen auch eher mit,“ ist sich der Gewerkschafter sicher.

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