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Aktive Mittagspause gegen Blockadehaltung der Arbeitgeber

Bankbeschäftigte machen Druck

Aktive Mittagspause gegen Blockadehaltung der Arbeitgeber

07.03.2019

Pünktlich zur Mittagszeit kamen heute etwa 70 Beschäftigte  des  Bankgewerbes (u.a. UniCredit, Commerzbank, Deutsche Bank, Haspa) zum Hansa – Carrée in der City Süd.Sie sind verärgert über die gestrige ergebnislose zweite Tarifrunde.

Die Arbeitgeber hatten die Forderung von ver.di, die Gehälter bei einer Laufzeit von zwölf Monaten um 6 Prozent zu erhöhen, zurück gewiesen, ebenso wie  alle anderen ver.di – Forderungen. Außerdem will die Arbeitgeberseite die Tarifverhandlungen nur fortführen, wenn ver.di nahezu alle bisherigen Forderungen zurücknimmt.

Christoph Meister, ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer, in seiner Erklärung vom 6. März:

„Ein derart brüskierendes Vorgehen haben wir in der jahrzehntelangen Tarifgeschichte im Bankgewerbe noch nie erlebt. Mit diesem Verhalten provozieren die Arbeitgeber die Beschäftigten. Diese sind es, die trotz immenser Belastungen mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass es den Banken wieder besser geht“.

Überdurchschnittlich viele junge Beschäftigte des Bankgewerbes nahmen an der Aktiven Mittagspause teil.

Anna-Lena Kaufmann, Gewerkschaftssekretärin ver.di Hamburg:

„Besonders für Auszubildende sind die Forderungen von ver.di in der laufenden Tarifrunde von großer Bedeutung. Für sie soll es eine Erhöhung der Azubi – Vergütung von 100 Euro geben. Sie gehören zu den unteren Entgelt-Gruppen und leiden extrem unter den immens steigenden Lebenshaltungskosten und hohen Mieten in einer Stadt wie Hamburg. Außerdem suchen die Arbeitgeber händeringend nach neuen Auszubildenden. Dafür muss die Ausbildung aber deutlich attraktiver werden, hier sind die Arbeitgeber gefordert.“

Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen.

Darüber hinaus fordert ver.di sechs Gesundheits- und Entlastungstage und verbindliche Weiterbildungsregelungen.

 

Am 3. April 2019 wird es in Hamburg zum Warnstreik kommen. Die nächste Verhandlungsrunde im Bankgewerbe findet am 11. April in Berlin statt.

 

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