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ver.di kritisiert Kahlschlag bei Deutscher Ring Bausparkasse …

Massiver Stellenabbau vor Weihnachten

ver.di kritisiert Kahlschlag bei Deutscher Ring Bausparkasse

16.11.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert einen geplanten Stellenabbau bei der Deutscher Ring Bausparkasse AG in Hamburg scharf. Das Unternehmen, das in der Ludwig-Erhard-Straße ansässig ist, will über 50 der insgesamt 100 Beschäftigten entlassen. Ein Sozialplan und Interessenausgleich wurden bereits abgeschlossen.

Im Dezember 2017 hatten die bisherigen Eigentümer der Deutscher Ring Bausparkasse - die Basler Versicherungen und die Signal Iduna Versicherung - den geplanten Verkauf an die österreichische BAWAG Bank bekannt gegeben, die mehrheitlich dem US-Hedgefonds Cerberus gehört. Cerberus ist inzwischen auch Miteigentümer der HSH Nordbank.

Der Verkauf der Deutscher Ring Bausparkasse an die BAWAG wurde im September 2018 vollzogen. Unmittelbar danach wurde bekannt gegeben, dass umfangreiche Umbaumaßnahmen geplant seien. In vollem Umfang wurden diese Maßnahmen Anfang November verkündet. Zahlreiche Tätigkeiten, die zur Zeit von den Beschäftigten der Deutscher Ring Bausparkasse geleistet werden, sollen an andere Unternehmen ausgegliedert werden, u.a. an die Südwestbank, die auch zur BAWAG gehört, oder durch digitale Prozesse ersetzt werden, um die Ertragslage zu verbessern.

Der größte Teil der Beschäftigten, von denen sich die Bausparkasse trennen will, soll bereits zum 1.12.2018 freigestellt werden.

ver.di kritisiert den Kahlschlag als unverhältnismäßig und fordert ein Umdenken des Unternehmens. „Anstatt Dutzende Hamburger Beschäftigte vor Weihnachten auf die Straße zu setzen, fordern wir den Vorstand auf, Fortbildungsmaßnahmen für die Belegschaft durchzuführen, um den digitalen Wandel zu gestalten. Das Unternehmen sollte auch prüfen, inwieweit andere Tätigkeiten im Konzern von den Beschäftigten in Hamburg übernommen werden können, um so auf den Personalabbau in Hamburg zu verzichten. Dazu erwarten wir ein tragfähiges Konzept, das den Hamburger Standort dauerhaft sichert. Stellenabbau und Outsourcing ist Politik von gestern und hat in vielen Fällen nicht zur Gesundung eines Unternehmens beigetragen“, sagt Hans-Jürgen Klempau von ver.di Hamburg. 

Für Rückfragen: Hans-Jürgen Klempau, ver.di Hamburg 0171 7610938

 

Pressekontakt

Björn Krings - Pressestelle ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg 040 890 615-130     0171 682 5521   bjoern.krings@verdi.de