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„Kita-Kompromiss“: Druck hat gewirkt

Einigung zwischen Volksinitiative und Rot-Grün

„Kita-Kompromiss“: Druck hat gewirkt

05.09.2018

Als einer der Bündnispartner der Volksinitiative „Mehr Hände für Hamburger Kitas“ begrüßt ver.di Hamburg die Einigung mit den Regierungsfraktionen und die heute in der Bürgerschaft zur Abstimmung anstehende Änderung des Kinderbetreuungsgesetzes (KibeG).

„Die gesetzliche Regelung des Betreuungsschlüssels in Hamburger Kita ist für Kinder, Eltern und Beschäftigte ein großer und wichtiger Schritt“, sagt Marina Jachenholz, Betriebsratsvorsitzende bei den Elbkinder-Kitas und eine der Vertrauenspersonen der Volksinitiative.

„Auch die frühere Verbesserung des Schlüssels im Elementarbereich spätestens bis zum Jahr 2024 ist ein Erfolg. Wir haben viel Druck auf die Politik ausgeübt, das hat gewirkt. Das Mittel der Volksinitiative war richtig, denn so sind wir ernst genommen worden. Der erzielte Kompromiss sichert uns den weiteren Dialog mit der Politik zu. Das war uns wichtig, denn wir wollen mit unserem Anliegen nicht abgewimmelt werden. Ziel von uns allen muss es sein, die Qualität an den Kitas weiter zu steigern.“ 

Sigrid Ebel von ver.di Hamburg: „Wir werden uns weiter für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Kitas einsetzen. Um die Qualität in den Kitas deutlich zu steigern, müssen auch Ausfallzeiten und Zeiten der mittelbaren Pädagogik, zum Beispiel Elterngespräche oder Dokumentation, in die Berechnung des Schlüssels einfließen.“ Die Durchsetzung dieser Forderung war am Widerstand der rot-grünen Verhandlungspartner gescheitert. 

Der Kompromiss sieht die Umsetzung eines Betreuungsschlüssels von 1:4 (Erzieher:Kind) in den Krippen bis zum Jahr 2021 und von 1:10 in den Elementargruppen bis zum Jahr 2024 vor. 

Für Rückfragen:

Sigrid Ebel, ver.di Hamburg, Handy: 0163/ 2858 137

Pressekontakt

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