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Verhandlungsergebnis im Bäderland GmbH - Tarifkonflikt:

Verhandlungsergebnis im Bäderland GmbH - Tarifkonflikt:

31.07.2019

Pressemitteilung 72/2019

205 Euro pro Monat mehr in der Tasche und substanzielle Verbesserungen – jetzt entscheiden die ver.di-Mitglieder!

Am Montag, 29.07.2019, haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft  (ver.di) und die Bäderland – Arbeitgeberseite (BLH) in der 6. Verhandlungsrunde nach zwei Streiktagen auf deutliche Verbesserungen für die Beschäftigten des städtischen Unternehmens geeinigt. Verhandelt wurden der Vergütungs- und der 13 Jahre alte Rahmentarifvertrag. Ob daraus ein Tarifergebnis wird, entscheidet die Tarifkommission auf der Grundlage einer ver.di – Mitgliederbefragung, die nächste Woche startet.

Geeinigt wurde sich auf ein komplexes Gesamtpaket. Der Vergütungstarifvertrag bringt unter anderem eine Entgelterhöhung um 205 Euro pro Monat in zwei Stufen – je nach Entgeltgruppe sind das Gehaltssteigerungen von bis zu 12 Prozent.

-       Ab 01.06.2019: 130 Euro pro Monat mehr (ruhegeldfähig)

-       Ab 01.06.2020: 2,8 %, mindestens 75 Euro pro Monat mehr (ruhegeldfähig)

-       Teile der zweiten Entgelterhöhung können in bis zu drei zusätzliche Urlaubstage umgewandelt werden

-       Erhöhung der Jahressonderzahlung in zwei Schritten auf 900 Euro

-       Laufzeit: 24 Monate bis 31.05.2021

 

Der Rahmentarifvertrag bietet unter anderem dies:

-       Neue Zulage von 25% ab der ersten Stunde für außerplanmäßig anfallende Arbeitszeit

-       Neues Prämiensystem für besondere Aufgaben (z.B. Sauna-Aufguss oder Schulschwimmen etc.)

-       Neu: Einführung einer Schichtzulage von 35 Euro pro Monat

-       Verdopplung der Erschwerniszulage

-       Erhöhung der Feiertagszuschläge auf 150%

-       Erhöhung der Rufbereitschaftspauschalen

-       Regelungen zu Home Office/Mobiler Arbeit

 

Ole Borgard, ver.di – Fachbereichsleiter und Verhandlungsführer:

„Dieses Gesamtpaket kann sich absolut sehen lassen und ist das Ergebnis von zwei starken Warnstreiks und sechs intensiven Verhandlungsrunden. Die Verbesserungen im Vergütungstarifvertrag bedeuten eine soziale Komponente, die besonders den ‚unteren‘ Entgeltgruppen zugutekommt. Auch der städtische Mindestlohn von 12 Euro wird damit bei BLH bereits in diesem Jahr erreicht. Auch im Rahmentarifvertrag konnten wir viele unserer Forderungen durchsetzen. Jetzt entscheiden die ver.di - Mitglieder.“

Henry Claushen, Schwimmmeister und Mitglied der ver.di – Verhandlungskommission ergänzt:

„Die Flexibilität, die wir für unsere Arbeit quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben sollen, wird endlich vergütet. Ein Riesenerfolg!“

Ob aus dem Verhandlungsergebnis ein Tarifergebnis wird, hängt vom Votum der ver.di – Mitglieder ab. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 06.09.2019.

 

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressestelle 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de