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Der Druck steigt: Hamburgs Länderbeschäftigte erwarten ein Angebot!

Warnstreik in den Bezirksämtern

Der Druck steigt: Hamburgs Länderbeschäftigte erwarten ein Angebot!

12.02.2019

In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder erhöht ver.di den Druck. Die Gewerkschaft ruft zuerst die Beschäftigten der Hamburger Bezirksämter zu einem Warnstreik am Montag, den 18. Februar auf. Den Aufruf dazu finden Sie rechts zum Herunterladen. Weitere Warnstreiks werden bis zum 28. Februar folgen.

Hintergrund ist die Anfang Februar ergebnislos beendete zweite Verhandlungsrunde. ver.di fordert 6 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr. Azubis sollen mindestens 100 Euro im Monat mehr bekommen.
 
Berthold Bose, Landesbezirksleiter ver.di-Hamburg: „Es ist völlig unverständlich, dass die Arbeitgebervertreter*innen der Länder bisher kein Angebot gemacht haben. Die Kolleg*innen leisten gute Arbeit und haben deshalb Anerkennung und Wertschätzung verdient. Es ist offenkundig, dass es einen Nachholbedarf gibt. Auch, um entschieden dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. Wir wollen am Verhandlungstisch Zukunft gestalten und uns nicht in Taktikspielchen ergehen. Es ist jetzt an der Zeit Signale zu setzen - klar - verständlich und auf der Straße!

Sieglinde Frieß, Tarifkoordinatorin bei ver.di Hamburg: „Die Beschäftigten, speziell aus den Bezirken, sind doppelt betroffen. Durch Personalabbau und immer mehr Aufgaben steigt die Belastung der Beschäftigten ins Unendliche. Gleichzeitig verdienen sie bis zu 300 Euro weniger als in den umliegenden Gemeinden; dabei sind Lebenshaltungskosten und Wohnen in Hamburg exorbitant teurer. Wir erwarten jetzt ein Angebot der Arbeitgeber auf Augenhöhe, das ein ausreichendes Einkommen sichert. Das muss dann auch durch den Senat ausfinanziert werden, um weiteren Abbau zu verhindern. Geld ist genug da. Wir werden dem Senat zeigen, dass wir vorbereitet sind und erwarten, dass sie ihre Blockadehaltung aufgeben.
 
Horst Niens, stellvertretender Vorsitzender der GdP Hamburg: „Die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber wird eine deutliche Reaktion der Gewerkschaft zur Folge haben. Die Hamburger Polizei braucht dringend Personal, und das muss anständig bezahlt werden. Im Bereich der Angestellten brauchen wir Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Die innere Sicherheit sollte allen Arbeitgebern im öffentlichen Bereich gleich viel wert sein. Es kann nicht angehen, dass Fachkräfte in den Bund abwandern, weil sie dort mehr Perspektiven sehen und einfach mehr verdienen.
 
Die nächste Verhandlungsrunde für die Länderbeschäftigten findet am 28. Februar und 1. März in Potsdam statt.

Für Rückfragen: Sieglinde Frieß: 0170-4016962
 
An die Redaktionen:

Treffpunkt am 18. Februar ist um 6.30 Uhr am Bauhof Rahlau, Rahlau 75. Die Große Kundgebung findet um 9.00 Uhr am Haupteingang des Bezirksamtes Wandsbek statt – siehe auch Aufruf auf dieser Seite rechts.

 

 

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressestelle 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de