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ver.di fordert Umsetzung des Landesmindestlohns bei STILBRUCH

Tarifverhandlungen für Hamburgs Second-Hand Kaufhaus

ver.di fordert Umsetzung des Landesmindestlohns bei STILBRUCH

14.10.2019

Am kommenden Montag (14.10.2019) starten die Tarifverhandlungen für die rund 70 Beschäftigten des Hamburger Second-Hand Kaufhauses STILBRUCH in den Räumlichkeiten des städtischen Arbeitgeberverbandes AVH (Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg), Beim neuen Krahn 2.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert u.a. eine Tariferhöhung von 8,5 % und die Umsetzung des Hamburger Mindestlohns: 12 Euro in der Stunde.

Das Kaufhaus STILBRUCH verfügt über drei Standorte (Altona, Wandsbek, Harburg) und ist eine 100-prozentige Tochter der Stadtreinigung Hamburg.

Der Hamburger Mindestlohn, dessen Umsetzung bis Anfang 2020 verbindlich für alle städtischen Betriebe geregelt werden soll, würde in den unteren Gehaltsgruppen zu einem enormen Anstieg führen. Der Einstiegslohn bei STILBRUCH liegt aktuell bei 9,93 Euro pro Stunde und damit knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn von 9,35 Euro.

Bei den Beschäftigten mit abgeschlossener Fachausbildung liegt die Vergütung rund 25 % unterhalb des Tarifs für den Hamburger Einzelhandel.

Dazu Verhandlungsführer Björn Krings (ver.di Hamburg):

„Die Beschäftigten von STILBRUCH verkaufen mit Herz und Seele, auch dadurch hat das Kaufhaus Kultstatus erlangt.

Jetzt wird es Zeit, die Lücke zum Einzelhandelstarif zu schließen und in einer immer teurer werdenden Stadt die Umsetzung des Hamburger Mindestlohns von 12 Euro zu vereinbaren. Die Politik steht im Wort, dass alle städtischen Beschäftigten von ihrer Arbeit leben können.“

 

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