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Warnstreik im Groß- und Außenhandel am Donnerstag ab 00:00 Uhr

Warnstreik im Groß- und Außenhandel am Donnerstag ab 00:00 Uhr

22.05.2019

Groß- und Außenhandel

Die heutigen Verhandlungen für die rund 45.000 Beschäftigten des Hamburger Groß- und Außenhandels ergaben keine Annäherung der Tarifparteien. Die Arbeitgeberseite legte in der zweiten Verhandlungsrunde ein erstes Angebot vor, das von der Gewerkschaft ver.di als völlig unzureichend zurückgewiesen wurde.

Das Angebot sieht bei einer Laufzeit von 24 Monaten ab 1. Mai 2019 eine Tariferhöhung von 1,5 Prozent und ab 1. Mai 2020 von 1 Prozent vor.

Die vorgeschlagenen Erhöhungen liegen deutlich unter den zu erwartenden Preissteigerungen und bedeuten massive Reallohnsenkungen, denn die prognostizierte Inflationsrate für die nächsten zwei Jahre liegt über dem Angebot der Arbeitgeber.

Heike Lattekamp, ver.di - Verhandlungsführerin: „Dieses Angebot ist geradezu eine Provokation. Weiterarbeiten für weniger Geld wird es mit uns nicht geben.“

Als Reaktion auf dieses völlig unzureichende Angebot ruft ver.di die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel zu einem ersten Warnstreik am 23. Mai 2019 auf.

Betroffen sind die Unternehmen METRO Deutschland in Niendorf, Altona und Harburg sowie die beiden Stahlhändler Heinrich Schütt und Carl Spaeter.

Mit diesem Streikauftakt soll ein deutliches Signal an die Hamburger Arbeitgeber im Groß- und Außenhandel gesendet und Druck auf die nächsten Verhandlungen aufgebaut werden, die am 1. Juli stattfinden.

ver.di fordert:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 %, mindestens 167 €
  • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 €
  • Aufforderung an den Arbeitgeber, die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge des Groß- und Außenhandels gemeinsam zu beantragen
  • Laufzeit: 12 Monate

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressestelle 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de