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Arbeitgeberangebot völlig unzureichend!

Tarifverhandlung Hamburger Einzelhandel

Arbeitgeberangebot völlig unzureichend!

15.05.2019

Die heutige erste Verhandlungsrunde für die rund 70.000 Beschäftigten des Hamburger Einzel- und Versandhandels ist ohne Ergebnis geblieben. Zwar legten die Arbeitgeber ein erstes Angebot vor, aber dies wurde von der ver.di Tarifkommission als  „inakzeptabel“ bezeichnet und abgelehnt.

Das Angebot der Arbeitgeber sieht eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,5 Prozent ab dem 01. Mai 2019 vor und weitere 1,0 Prozent ab dem 01. Mai 2020. Die Ausbildungsvergütungen sollen entsprechend der Lohn- und Gehaltserhöhungen jeweils mit dem Ausbildungsbeginn am 01. September angehoben werden.

Das Angebot sieht eine Laufzeit der Tarifverträge von 24 Monaten vor.

Die Verhandlungsführerin Heike Lattekamp bezeichnet das Angebot der Arbeitgeber als völlig inakzeptabel:

„Dieses Angebot ist insgesamt viel zu niedrig und bedeutet Reallohnsenkungen für die Beschäftigten, weil es noch nicht einmal die Preissteigerung ausgleicht. Dies ist eine Provokation und wird ganz sicher zu Unruhe und Protesten in den Betrieben führen.“

ver.di fordert in dieser Tarifrunde eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 Prozent, mindestens 163 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro steigen. Darüber hinaus wird die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge (AVE) gefordert.

Die Tarifverhandlungen werden am 21. Juni 2019 fortgesetzt

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressesprecherin: Heike Bettermann 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de