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ver.di fordert „Tarifvertrag Altenpflege“

„Allianz für die Pflege“

ver.di fordert „Tarifvertrag Altenpflege“

30.04.2019

Die Gründung einer „Allianz für die Pflege“, um Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in der Pflege zu verbessern und um gut ausgebildete Fachkräfte lange im Beruf zu halten, wird von ver.di grundsätzlich begrüßt.

Die Gewerkschaft ver.di fordert von den Arbeitgeberverbänden auf Bundesebene darüber hinaus einen „Tarifvertrag Altenpflege“. Dieser Tarifvertrag soll durch Rechtsverordnung der Bundesregierung als Mindestbedingung für alle Pflegebetriebe angewendet werden.

Denn private Pflegeanbieter im Bereich der stationären und ambulanten Pflege sind mehrheitlich nicht tarifgebunden. Außerdem werden die Initiativen von Beschäftigten, Betriebsräte zu wählen, von den privaten Arbeitgebern direkt und indirekt behindert, so die Erfahrungen von ver.di.

Arbeitsvertragsrichtlinien, wie sie z. B. der Bundesverband sozialer Dienste v. V. (bpa) einseitig anwendet, stellen keine Tarifverträge dar und bewegen sich unterhalb der Tarifverträge, wie sie beispielsweise ver.di in Hamburg mit Pflegen und Wohnen, dem ASB oder mit dem Arbeitgeberverband der evangelischen Nordkirche abgeschlossen hat.

Damit die „Allianz für die Pflege“ auch tatsächlich zu Verbesserungen der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen führt, hatte die Gewerkschaft ver.di auch ihre Mitarbeit angeboten. Dieses Angebot wurde leider nicht aufgegriffen.

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressestelle 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de