Pressemeldungen

Privatisierung der beruflichen Rehabilitationseinrichtungen

Ver.di fordert Überleitungstarif

Privatisierung der beruflichen Rehabilitationseinrichtungen

20.05.2019

Mehr als 500 Beschäftigte des Perspektiv – Kontors Hamburg (PepKo GmbH), die sich in verschiedenen Betrieben für berufliche Rehabilitation und Integration von jungen bis älteren Menschen in den Hamburger Arbeitsmarkt engagieren, machen sich um ihre Arbeitsplätze und ihre Zukunft Sorgen. Bereits im  September wurde die Privatisierung der PepKo GmbH auf den Weg gebracht, welche heute noch unter der wirtschaftlichen und politischen Verantwortung der Stadt Hamburg steht.

Vor diesem Hintergrund hat die Vereinte Dienstleistungs-gewerkschaft ver.di  eine Tarifkommission gebildet, die einen Überleitungstarifvertrag - Tarifvertrag verhandeln will. Das ist die übliche Vorgehensweise.

Nach intensivem Druck gibt es nun endlich Verhandlungsbereitschaft seitens der Arbeitsrechtlichen Vereinigung Hamburg (AVH).

Angelika Gericke, ver.di Fachbereichsleiterin Bildung, Wissenschaft und Forschung:

„Die Zeit drängt. Das Verkaufsverfahren nimmt Fahrt auf. Jetzt soll schon im Dezember 2019 die Entscheidung in der Bürgerschaft fallen, welcher private Anbieter zukünftig die öffentlichen Aufgaben der beruflichen Rehabilitation wahrnehmen soll. Zunächst war ein deutlich späterer Zeitpunkt geplant gewesen. Wir sind froh, dass die AVH nun endlich Verhandlungsbereitschaft zeigt. Es eilt, der Zeitdruck kommt von der Politik. Wir sind vorbereitet. Bei den Trägern geht es um die Arbeit für und mit Menschen, die einer besonderen Unterstützung bedürfen! Es muss deshalb sicher gestellt werden, dass diese Menschen weiterhin optimal in der Metropolregion Hamburg betreut werden können.“

ver.di befürchtet, dass nach einer Privatisierung der PepKo GmbH die wirtschaftlichen Interessen des neuen Eigentümers im Vordergrund stehen werden und nicht mehr der Mensch. ver.di  hofft auf einen unverzüglichen Start der Gespräche.

 

 

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