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Gesundheit und Soziales: Intensives und erfolgreiches Tarifjahr …

Tarifpolitik Gesundheit und Soziales

Gesundheit und Soziales: Intensives und erfolgreiches Tarifjahr in schwierigen Zeiten

22.12.2020

Erfolgreiche Tarifabschlüsse für die Beschäftigten in der Pflege, der Behindertenhilfe, den Krankenhäusern, den Ambulanzdiensten, den Servicebereichen und den sozialen Berufen konnte ver.di in Hamburg im Jahr 2020 erreichen.

Hilke Stein, Fachbereichsleiterin Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen bei ver.di Hamburg, bewertet das zurückliegende Jahr tarifpolitisch als Erfolg. „Wir konnten insbesondere für die Beschäftigten in der Pflege, der Behindertenhilfe, den Ambulanzdiensten und in Krankenhäusern Tarifabschlüsse erreichen, die eine deutliche Aufwertung bedeuten“, stellt sie fest.

Mit der Arbeiterwohlfahrt und der ‚DRK Tarifgemeinschaft Pflege und Soziales‘ hat ver.di erstmalig Tarifverträge für die ambulante und stationäre Pflege auf gutem Niveau abgeschlossen. Mit dem Arbeiter-Samariter-Bund wurde eine Weiterentwicklung des bestehenden Tarifvertrages vereinbart.

 „Damit sind nun große Teile des Pflegebereiches und des Ambulanzdienstes tarifvertraglich abgesichert und Leitplanken für eine Aufwertung sind gesetzt“, betont Hilke Stein. Nach PFLEGEN & WOHNEN und der Diakonie haben sich nun auch die Wohlfahrtsverbände zur Tarifbindung bekannt.

Besonders erfreulich ist für Hilke Stein, dass mit ‚Leben mit Behinderung Hamburg‘ ein großer Träger der Behindertenhilfe der Forderung der Beschäftigten gefolgt ist, der Arbeitsrechtlichen Vereinigung Hamburg und damit dem TVöD beizutreten. „Gut, dass die Arbeit in diesem wichtigen Bereich nun auch nach Tarif bezahlt und refinanziert wird.“, betont Hilke Stein.

Für die Krankenhäuser der Asklepioskliniken und das Universitätsklinikum Eppendorf gilt nun unmittelbar der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD), der für die Pflege im diesjährigen Abschluss Erhöhungen bis zu 8,4% vorsieht. Zu diesem Erfolg haben die Hamburger Beschäftigten in der Pflege mit der hohen Streikbereitschaft erheblich beigetragen. Die Häuser waren bereits 2018 dem Arbeitgeberverband, Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg, beigetreten.  

In den Haustarifverträgen für das Altonaer Krankenhaus, die Schönklinik Hamburg Eilbek, das Albertinenkrankenhaus und das Amalie-Sieveking-Krankenhaus hat ver.di sowohl die Aufwertung der Pflegeberufe, als auch eine Coronasonderprämie durchgesetzt. 

Darüber hinaus hat ver.di im Jahr 2020 gute Tarifabschlüsse im Bereich der Elbkinder-Servicetochter EKSG, bei den Asklepios Töchtern ASFH II und III und der UKE Tochter KFE sowie in den Pflegeheimen der Süderelbe Genossenschaft und im Tarifbereich KTD in der Diakonie erzielt.

„Diese guten Tarifabschlüsse zeigen, dass Beschäftigte, die sich organisieren und für ihre Rechte eintreten, ihre Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessern können. Doch es ist auch klar, dass alle Bereiche im Gesundheits- und Sozialwesen weiterhin mit Problemen zu kämpfen haben. So fehlt noch immer über alle Bereiche ein gutes System der Personalbemessung und damit eine gute Personalausstattung. Wo zu wenig Menschen arbeiten, leidet die Qualität der Arbeit und es steigt die Belastung. Darunter leiden die Beschäftigten ebenso wie Patienten, Bewohner und Klienten in den Sozialen Diensten.“ meint Hilke Stein und ergänzt: „Eins ist klar – die Arbeit für gute Arbeitsbedingungen wird ver.di auch im kommenden Jahr nicht ausgehen!“

 

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