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Containerreparateure bei Medrepair N.V. streiken für gerechten …

Hafen Hamburg

Containerreparateure bei Medrepair N.V. streiken für gerechten Tarif und Preisausgleich!

07.11.2022

Am Montag, den 07. November 2022 ruft ver.di Hamburg die knapp 63 Beschäftigten im Containerreparaturbetrieb Medrepair N.V. von 5:00 Uhr bis Betriebsschluss zum Streik auf.

Auch die Beschäftigten des Standortes Bremerhaven sind zum Streik aufgerufen.

Damit wollen die Kollegen eine gerechte Tariflösung und einen Preisausgleich für alle Beschäftigten erreichen. Unter anderem fordern sie eine Anhebung der Tabellenlöhne um 8€/Stunde und ein volles 13. Monatsgehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Bislang liegen die Löhne bis zu 4€/Stunde unter den Löhnen der Konkurrenz.

Medrepair N.V. hat ihren Sitz in Antwerpen und gehört zur weltgrößten Reederei Mediterranean Shipping Company S.A. (MSC), die sich im Besitz des italienischen Kapitäns und Milliardärs Gianluigi Aponte befindet. Unter dem Dach der MSC befindet sich mit der MSC Cruises auch die drittgrößte Kreuzfahrtgesellschaft der Welt. Bereits 2019 hat die Belegschaft zur erfolgreichen Durchsetzung ihres Tarifvertrages gestreikt.

„In diesen Zeiten hoher Inflation fordern die Kollegen einen angemessenen Ausgleich für die Belastungen. Bislang haben sie am Verhandlungstisch kein annehmbares Ergebnis erreicht. Deswegen ist dieser Streik jetzt gerechtfertigt, um die Forderungen mit Nachdruck zu verdeutlichen“, so André Kretschmar, Landesbezirksfachbereichsleiter B bei ver.di Hamburg.

„Die Kollegen erhalten Löhne, die bis zu 4€/Stunde niedriger als bei vergleichbaren Konzernen sind. Diese Differenz führt dazu, dass Beschäftigte auf lange Sicht schlechtere Einkommen und Renten haben. Deswegen muss hier jetzt die Tabelle erheblich angehoben werden“, so Hadinet Berhe, Gewerkschaftssekretär im Fachbereich B bei ver.di Hamburg.

„Bei Wind und Wetter reinigen, schweißen, reparieren und bewegen die Kollegen die defekten Container. Diese Arbeit muss besser vergütet werden, denn schon jetzt verrichten Beschäftigte in anderen Betrieben dieselbe Arbeit zu besseren Bedingungen. Es ist eine schreiende Ungerechtigkeit, dass die weltgrößte Reederei harte körperliche Arbeit bislang nur knapp über dem Mindestlohn vergütet. Signore Ponte, das Billigmodell ist am Ende, Sie müssen jetzt umsteuern!“, so Lars Stubbe, Gewerkschaftssekretär im Fachbereich B bei ver.di Hamburg.

Um 8:00 Uhr hat ver.di eine Streikkundgebung an der Dradenaustraße 14, 21129 Hamburg, angemeldet. Für den 17. November ist eine weitere Verhandlung angesetzt.

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