Pressemeldungen

10. und 11. September: Warnstreik im Einzel- und Versandhandel

10. und 11. September: Warnstreik im Einzel- und Versandhandel

10.09.2021

Tarifrunde Einzel- und Versandhandel Hamburg

Erneut Warnstreiks

Im Einzel- und Versandhandel hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) heute die Beschäftigten von 11 Betrieben zum zweitägigen Warnstreik am 10. und 11. September 2021 aufgerufen. ver.di rechnet insgesamt mit ca. 300 Streikenden. Die Warnstreiks beginnen am Freitag um 04:00 Uhr.

Bestreikt werden:

Kaufland-Filialen (Wandsbek, Bramfeld und Neugraben)

H&M-Filialen (Spitaler Str., Altona, Wandsbek, Alsterhaus und Tibarg)

ZARA-Filialen (Mönckebergstr. und Poststr.),

Primark, Douglas, Thalia,

Filialen von Netto,

Filialen von Rewe und Penny,

IKEA (Schnelsen und Moorfleet),

Galeria (AEZ und Mönckebergstr.)

sowie H&M Logistik.

„Die Beschäftigten sind stinksauer. Die Arbeitgeber lassen nicht den Willen erkennen, mit uns zu einer fairen Einigung zu kommen. Stattdessen halten sie die Beschäftigten des Handels seit über vier Monaten hin. Mit den vorliegenden Angeboten sind wir noch immer meilenweit von einem Tarifabschluss entfernt“, erklärt ver.di HH Verhandlungsführerin Heike Lattekamp.

Der Einzelhandel habe enorme Umsatzzuwächse erwirtschaftet, das skandalöse Verhalten der Arbeitgeber verschärfe aber den Konflikt, so Lattekamp weiter. „Alle Beschäftigten des Handels, unabhängig davon, in welcher Teilbranche sie arbeiten, haben in der Corona-Pandemie Herausragendes geleistet und tun dies noch immer. Dafür haben sie Respekt und Wertschätzung verdient. All dies muss sich nun endlich auch in einer fairen Bezahlung bemerkbar machen. Die Botschaft des Streiks ist klar: Das unwürdige ‚auf – Zeit – spielen‘ muss ein Ende haben!“

Das aktuelle Tarifangebot der Arbeitgeber sieht tabellenwirksame Entgelterhöhungen von insgesamt 4,4 % für 36 Monate vor.

ver.di fordert in beiden Branchen 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten, sowie die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Im Einzelhandel fordert ver.di außerdem ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.