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Hafenbeschäftigte demonstrieren am 11.12.2021

Hafenbeschäftigte demonstrieren am 11.12.2021

03.12.2021

Einsparpläne Hafen Hamburg

Hafenbeschäftigte demonstrieren am 11. Dezember 2021 für Arbeitsplatzsicherung!

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten im Hamburger Hafen am 11. Dezember 2021 zu einer Demonstration für Arbeitsplatzerhalt und Sicherung der Tarife auf. Die Demonstration beginnt um 11:00 Uhr am St. Annenplatz und führt zum Jungfernstieg. Hintergrund sind die seit Monaten stattfindenden Verhandlungen über Automatisierung, Rationalisierung und Arbeitsverdichtung in den Hafeneinzelbetrieben und die geplante Fusion der Unternehmen Eurogate und HHLA. Die Einsparungsziele der Hafenbetriebe und die Auswirkungen der Fusion führen spätestens ab 2025 zu Arbeitsplatzabbau in möglicherweise dreistelligem Bereich. Davon betroffen ist auch der Personaldienstleister Gesamthafenbetrieb (GHB) Hamburg mit knapp 1000 Beschäftigten. ver.di fordert einen Dialog mit den Unternehmen und der Politik, um über Maßnahmen zum dauerhaften Arbeitsplatzerhalt im Hamburger Hafen zu reden.

Trotz Corona-Krise verzeichnen Hafenbetriebe und Reedereien wachsende Erträge und die Beschäftigten leisten erhebliche Mehrarbeit, um die Schiffe rasch abzufertigen. ver.di wendet sich dagegen, dass die Zukunftsstrategie der Hamburger Hafenwirtschaft über Lohneinbußen und Arbeitsplatzverluste finanziert wird.

„Aktuell leisten die Beschäftigten viele Tausend Überstunden und die Hafenbetriebe müssten massiv einstellen. Der angedrohte Personalabbau, darf nicht dazu führen, dass die Kolleginnen und Kollegen sich jetzt kaputt arbeiten und dann in die Arbeitslosigkeit geschickt werden“, so Natale Fontana, Landesfachbereichsleiter Verkehr bei ver.di Hamburg. „Die ab 2025 angekündigten Einschnitte werden gravierende Auswirkungen bis hin zum GHB haben. Auch Zeitarbeit kommt mancherorts schon zum Einsatz. Wir wenden uns gegen die Vision eines Billighafens.“

„Die Spar-, Automatisierungs- und Fusionspläne im Hamburger Hafen in Höhe von über 130 Millionen Euro allein in den beiden großen Betrieben Eurogate und HHLA bedrohen Arbeitsplätze und Tarife im Hafen insgesamt. Die Reeder setzen trotz guter Ergebnisse die Häfen unter Druck, diese erpressen die Beschäftigten mit der Behauptung, in Rotterdam oder Danzig würde billiger abgefertigt. Diesen Wettlauf nach unten akzeptieren wir nicht“, kritisiert Natale Fontana.

ver.di erwartet bei der Demonstration mehrere Hundert Teilnehmende und ihre Familien, es werden auch Kolleg:innen aus Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden, Rostock und weiteren Häfen erwartet. Die geltenden Corona-Regeln werden selbstverständlich eingehalten.