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Warnstreik am Montag, 28.09.2020, an Krankenhäusern und in Kitas …

Tarifrunde im öffentlichen Dienst

Warnstreik am Montag, 28.09.2020, an Krankenhäusern und in Kitas

24.09.2020

Die zweite Verhandlung der Tarifrunde Bund und Kommunen ist am 20.09.20 ergebnislos beendet worden, deshalb hat ver.di bundesweit Aktionen und Warnstreiks angekündigt, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

In Hamburg sind ca. 45.000 Beschäftigte von dieser Tarifrunde betroffen, die größeren Bereiche sind Stadtreinigung, die UKE- und Asklepios Krankenhäuser, die Kitas (insbesondere Elbkinder), Behindertenwerkstätten, fördern&wohnen, Hamburg Port Authority, das BSH und Kultur-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Für Montag, den 28.9.2020, ruft ver.di Hamburg zu einem ganztägigen Warnstreik auf und hat die Kolleginnen und Kollegen folgender Bereiche um Teilnahme gebeten:

Bereich:      

Krankenhäuser, Kitas, Einrichtungen der  Behindertenhilfe und der sozialen Dienste

Zeit: 10:00 Uhr

Ort:  Rund um die Binnenalster - unter Einhaltung der

         geltenden Hygienebedingungen!

Hilke Stein, Fachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales ver.di HH:

„Die Beschäftigten in den Krankenhäusern, Kitas und in der sozialen Arbeit halten das Herz der Stadt am Schlagen. Am Montag treffen sie sich um 10:00 Uhr im Herzen der Stadt an der Binnenalster und zeigen: ‚Wir sind unverzichtbar!‘

Jetzt ist die Zeit, die Berufe im Gesundheitswesen und im Sozial- und Erziehungsdienst aufzuwerten. Es ist unfair, erst warme Worte zu sprechen und bei der Vergütung nun die kalte Schulter zu zeigen, gleichzeitig aber zu erwarten, dass die Pflegekräfte und die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst mit ihrer Gesundheit dafür einstehen, dass unsere Stadt auch weiterhin gut durch die Krise kommt.“

ver.di fordert unverändert von den Arbeitgebern:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,8%, mindestens aber um 150 Euro monatlich,
  • Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden, Praktikant*innen um 100 Euro monatlich,
  • Laufzeit 12 Monate,
  • Tarifierung der Ausbildungsbedingungen der Studierenden in den bislang nicht tariflich geregelten praxisintegrierten dualen Studiengängen.

 

Hintergrund: Für das Gesundheitswesen führen die Tarifparteien zusätzliche Gespräche, um die spezielle Situation in den Blick zu nehmen. ver.di erwartet unter anderem eine Pflegezulage von 300 Euro, eine bessere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Begrenzung der Arbeitszeit im Rettungsdienst auf 45 Stunden pro Woche. Zudem sollen die Versprechen aus der letzten Tarifrunde umgesetzt werden, auch im Gesundheitswesen die Pausen in Wechselschicht auf die Arbeitszeit anzurechnen und den Samstagszuschlag auf 20 Prozent anzuheben. Diese Verbesserungen sind dringend nötig, um die Berufe im Gesundheitswesen attraktiv zu machen und  in Zukunft genug Arbeitskräfte für diesen so wichtigen Bereich zu gewinnen und zu halten.

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressestelle 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de