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Warnstreik bei Hamburger Großbanken

Warnstreik bei Hamburger Großbanken

05.11.2021

Ganztägiger Warnstreik bei den Hamburger Großbanken am  Mittwoch, 10.11.2021!

Weniger Arbeitsplätze, weniger Perspektiven und möglicherweise noch weniger Geld - die bundesweiten Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes sind nach drei Runden ohne Ergebnis geblieben, hinsichtlich der Vorstellungen der Arbeitgeberseite für die Beschäftigten aber durchaus bedrohlich. Deshalb ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Commerzbank AG zu einem ganztägigen Warnstreik am Mittwoch, 10.11.2021(00:00 bis 24:00 Uhr), in allen Filialen in Deutschland auf.

In Hamburg werden Beschäftigte der Commerzbank, der Deutschen Bank, der UniCredit und der Haspa streiken, darunter auch Kolleg*innen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Die Streikenden ab 10:30 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus Besenbinderhof erwartet. Per Video – Leinwand in einem Zelt können sie dort erleben, was an den anderen Standorten im Bundesgebiet während des Warnstreiks passiert, ver.di wird an viele Standorte des bundesweiten Warnstreiks schalten – um ca. 11.15 Uhr wird live aus Hamburg berichtet. Der Livestream beginnt um 11:00 Uhr und endet ca. um 12:30 Uhr

„Die Arbeitgeberseite verzögert, blockiert und spielt auf Zeit bei den Tarifverhandlungen - weder beim Entgelt noch bei den anderen Themen, wie etwa mobiler Arbeit gab es Bewegung in den Gesprächen, dabei erwarten die Beschäftigten zu Recht faire Verhandlungsangebote, die auch angemessene Entgelterhöhungen beinhalten,“ so Michael Börzel, zuständiger ver.di – Hamburg Gewerkschaftssekretär. „Die Beschäftigten waren für ihre Kundinnen und Kunden in der Krise da, haben engagiert geholfen. Ihre Arbeit hat gezeigt, dass Geldinstitute systemrelevant sind. Jetzt zu Lasten der Beschäftigten sparen zu wollen, geht gar nicht.“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und eine soziale Komponente von 150 Euro sowie ein Wahlrecht zwischen Gehalt und Freizeit und eine Regelung zur mobilen Arbeit. Die Gewerkschaft fordert, dass die Beschäftigten einen Anspruch darauf haben sollen, bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil zu erledigen. Dafür sollen sie einen Anspruch auf eine Erstausstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro erhalten.

Die vierte Verhandlungsrunde für die öffentlichen Banken wird am 19. November 2021 in Frankfurt/Main stattfinden.