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ver.di Frauen kritisieren Männerquote bei Hamburger Staatsanwaltschaft

Keine strukturelle Benachteiligung

ver.di Frauen kritisieren Männerquote bei Hamburger Staatsanwaltschaft

05.07.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die Bevorzugung von männlichen Bewerbern bei ausgeschriebenen Stellen der Generalstaatsanwaltschaft in Hamburg. In einer aktuellen Internetausschreibung der zuständigen Behörde heißt es, dass männliche Beschäftigte unterrepräsentiert sind und bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt werden. http://justiz.hamburg.de/sta-berufseinstieg/8272994/einstellung.

Dazu Sandra Goldschmidt, stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Hamburg und zuständig für die Frauen: „Die Männerquote der Generalstaatsanwaltschaft klingt wie ein schlechter Witz. Männer werden im Gegensatz zu Frauen in der Gesellschaft nicht strukturell aufgrund ihres Geschlechtes benachteiligt. Eine Quote ist aber nur dann sinnvoll und vertretbar, wenn sie eine allgemeine Benachteiligung aufbricht. Diese ist bei Männern weder in der Staatsanwaltschaft, noch in den meisten anderen Branchen nachvollziehbar. Wir erwarten von der entsprechenden Behörde die Ausschreibung entsprechend zu ändern.“

Für Rückfragen:

Sandra Goldschmidt, ver.di Hamburg 0160 97846095

Pressekontakt

Björn Krings - Pressestelle ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg 040 890 615-130     0171 682 5521   bjoern.krings@verdi.de