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Warnstreik bei den Elbkindern (EKSG) - weder Kita-Reinigung …

Warnstreik bei den Elbkindern (EKSG) - weder Kita-Reinigung noch Kita-Essen am 07.07.2020!

06.07.2020

Die über 850 Beschäftigten der Elbkinder-Kita-Servicegesellschaft (EKSG) sind für Dienstag, den 07. Juli 2020 ganztägig zum Streik aufgerufen.

Das bisherige Angebot der Geschäftsführung (+ 1,1% und einen Tag frei in 2020) war für die Tarifkommission eine Provokation. Da kein verbessertes Angebot vorliegt, erhöhen die Kolleginnen den Druck und rufen zum Warnstreik auf.

Die ver.di Forderung lautet: 10 % mehr.

Damit wäre auch der Hamburger Mindestlohn von 12 € pro Stunde erreicht. Der Geschäftsführung der Elbkinder sind diese 76 Cent zu viel. 15 Cent mehr pro Stunde sollen reichen – so viel wurde in der Verhandlung am 26. Juni 2020 angeboten.

Die Verhandlungsführerin Hilke Stein: „Wertschätzung sieht anders aus. Das Angebot von 15 Cent mehr pro Stunde ist für uns eine Aufforderung zum Streik.

Streik in Zeiten von Corona ist eine Entscheidung, die wir uns nicht leicht gemacht haben. Aber es ist nicht einzusehen, dass gerade die, die den Laden am Laufen halten, indem sie für Hygiene und gutes Essen für die Kinder sorgen, mit ein paar Cent abgespeist werden sollen.

Hamburg rühmt sich, Stadt der guten Arbeit sein zu wollen. Dass eine 100% Tochter der Stadt nicht den Hamburger Mindestlohn von 12 Euro bezahlen will, ist in keiner Weise akzeptabel.“

Hinweise für die Presse:

Aufgrund der Corona-Auflagen wird es keine klassische Streikkundgebung geben. Die Streikenden werden zur Streikgelderfassung zwischen 9:30 Uhr und 12 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof 60/20097 Hamburg erwartet. Dort gibt es auch die Möglichkeit, O-Töne von Kolleginnen der Tarifkommission oder der Verhandlungsführung zu bekommen.

Eckpunkte zum Betrieb:

Die EKSG (Elbkinderservicegesellschaft) ist eine 100% Tochter der Elbkinder-Kitas Hamburg, die wiederum eine 100% Tochter der Freien und Hansestadt Hamburg ist. Die Beschäftigten der EKSG sind für die Sauberkeit und Hygiene in über 180 Einrichtungen in Hamburg zuständig, die von ca. 30.000 Kindern besucht werden.

Es arbeiten dort ca. 850 Beschäftigte, zum Großteil Frauen und in Teilzeit.

Laut Koalitionsvertrag soll der Hamburger Mindestlohn von 12 € in den städtischen Betrieben bezahlt werden.

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressestelle 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de