Warnstreiks im öffentlichen Dienst werden ausgeweitet

Großer Streiktag im öffentlichen Dienst unter dem Motto: „Wir sind das Gold der Stadt!“

Pressemitteilung vom 20.03.2023

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft alle Hamburger Beschäftigten und Auszubildenden im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes am Donnerstag, den 23. März 2023, zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Unter dem Motto „Wir sind das Gold der Stadt“ werden mehrere Tausend Beschäftigte, zum Beispiel aus den Asklepios Krankenhäusern, dem UKE, den Elbkinder Kitas, der Stadtreinigung, der Hamburg Port Authority (HPA) und der Staatsoper, gemeinsam auf die Straße gehen.

Die Streikenden treffen sich am Donnerstag um 09:00 Uhr zur Kundgebung auf dem Rathausmarkt und werden ab 10:00 Uhr einen Demonstrationszug durch die Innenstadt zum Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof veranstalten. Dort findet eine Abschlusskundgebung statt.

Redner*innen auf dem Rathausmarkt sind unter anderem:

-          Christoph Schmitz, Mitglied des ver.di Bundesvorstandes

-          Tanja Chawla, DGB-Vorsitzende in Hamburg

-          Streikende Beschäftigte aus verschiedenen Betrieben

Bei der Abschlusskundgebung vor dem Gewerkschaftshaus spricht Sandra Goldschmidt, Landesbezirksleiterin ver.di Hamburg.


Mit dem Warnstreik wollen die Arbeitnehmer*innen vor der nächsten Verhandlungsrunde vom 27. bis 29. März ihren Forderungen, insbesondere nach einem Mindestbetrag von 500 Euro mehr pro Monat, weiter Nachdruck verleihen. Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber sieht bei 27 Monaten Laufzeit eine Erhöhung der Gehälter ab Oktober 2023 in zwei Schritten um insgesamt 5% vor, zusätzlich soll es eine Nettoeinmalzahlung von 2.500 Euro in zwei Raten geben.

„Die Gehälter im öffentlichen Dienst sind seit Februar 2021 um 3,2% gestiegen, die Preise im gleichen Zeitraum um über 13%. Eine entsprechende Erhöhung ist deshalb unbedingt nötig, besonders für die Beschäftigten in niedrigen und mittleren Entgeltgruppen“ betont ver.di Landesbezirksleiterin Sandra Goldschmidt, und sagt weiter: „Die Arbeitgeber verweigern eine soziale Komponente in Form eines tabellenwirksamen Mindestbetrages völlig. Das gleicht angesichts der Inflation und auch der Leistung der Beschäftigten einer Provokation. Auch was Höhe und Laufzeit angeht, ist das vorliegende Angebot absolut indiskutabel. Die steigende Teilnahme an den Warnstreiks der letzten Tage zeigt: Die Beschäftigten lassen sich das nicht bieten und sind streikbereit. Die Arbeitgeber haben nun die Gelegenheit, in der kommenden Woche ein brauchbares Angebot vorzulegen. Wenn das nicht passiert, sind wir auch in der Lage, noch eine Schippe draufzulegen.“

Krankenhäuser und Stadtreinigung streiken länger

Die Beschäftigten der Asklepios Kliniken und des UKE sowie der Stadtreinigung sind auch am Freitag, den 24. März zum Warnstreik aufgerufen, die Beschäftigten der Stadtreinigung setzen ihren Ausstand bis einschließlich Sonntag, den 26. März fort.

Die Streikenden kommen am 24. März um 9 Uhr auf dem Gänsemarkt zur Kundgebung zusammen, eine Demonstration führt ab 10 Uhr zum Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof.

Bei der Kundgebung auf dem Gänsemarkt werden Ehrenamtliche aus den Streikbetrieben sprechen sowie Hilke Stein, Leiterin des für Gesundheitswesen und Kitas zuständigen Fachbereiches, und Ole Borgard, stellvertretender ver.di Landesbezirksleiter.

 

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