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„Mobilität der Zukunft in Hamburg“ – Nur mit den Beschäftigten!

„Mobilität der Zukunft in Hamburg“ – Nur mit den Beschäftigten!

07.10.2021

Vom 11. bis 15. Oktober 2021 findet in Hamburg der 28. ITS Weltkongress statt, zu dem bis zu 3500 Delegierte und bis zu 7000 Besucher*innen erwartet werden. Die regelmäßig wiederkehrende Weltmesse für technische Lösungen in den Bereichen Transport, Verkehr und Logistik wird an wechselnden Austragungsorten von großen internationalen Unternehmen finanziert und durchgeführt, um die aktuellen technologischen Entwicklungen der Branchen darzustellen. Aus Sicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist es ein Skandal, dass der Reflexion über die Auswirkungen der technologischen Lösungen auf Beschäftigte und Bürger*innen in den betroffenen Kommunen kein Raum gegeben wird. Deswegen ruft ver.di Hamburg

am Montag, den 11. Oktober um 16:30

vor dem CCH

zu einer Kundgebung auf,

bei der die Beschäftigten ihre Sicht auf die Auswirkungen auf ihre Arbeitsplätze und -bedingungen und ihre Forderungen für gute Arbeit in Verkehr, Transport und Logistik darstellen werden.

„Der Kongress soll die schöne neue Welt „intelligenter, autonomer, smarter“ Lösungen in allen Bereichen der Mobilität und Logistik propagieren. Doch die Beschäftigten, die mit dieser Technik arbeiten müssen und ohne die keine der neuen Technologien funktionieren wird, werden komplett ignoriert. Sie müssen hier mitbestimmen können, denn es geht um ihre Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen in der Zukunft. Arbeitsplatzverlust, Arbeitsverdichtung und kompensationslose Produktivitätssteigerungen wird ver.di nicht widerspruchslos hinnehmen. Dafür stehen unsere Mitglieder aus dem Hafen, der Luftfahrt, dem öffentlichen Nahverkehr, der Logistik und vielen anderen Bereichen mit ihrem täglichen Einsatz in den Betrieben“, so Natale Fontana, Landesfachbereichsleiter Verkehr bei ver.di Hamburg.

„Der Senat, Mitgastgeber des ITS-Weltkongresses, präsentiert sich in der Öffentlichkeit als Motor für nachhaltige Verkehrs- und Transportlösungen. Dass jedoch qualitative Zukunftsperspektiven nur entwickelt werden können, wenn die Bürger*innen und Beschäftigten im Mittelpunkt der Betrachtung stehen, spielt in der Kongresslogik so gut wie keine Rolle. Wir erwarten deshalb von der Politik eine eindeutige Abkehr von reiner Technikgläubigkeit hin zu einer umfassenden Entwicklungsperspektive, die im Interesse der Menschen und der folgenden Generationen denkt und handelt.“, kritisiert Sieglinde Friess, stellvertretende Landesleiterin bei ver.di Hamburg.

Hinweise für die Redaktionen:

Die neu gewählte Hamburger DGB-Vorsitzende Tanja Chawla wird ein Grußwort sprechen.

Während der Kundgebung wird es die Gelegenheit geben, O-Töne von den Beschäftigten zu erhalten.

Pressekontakt

ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg Pressestelle 040 890 615-130 pressestelle.hh@verdi.de