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3 Prozent und 1,8 Prozent mehr für Verkäuferinnen und Verkäufer

Tarifabschluss im Einzelhandel Hamburg

3 Prozent und 1,8 Prozent mehr für Verkäuferinnen und Verkäufer

04.07.2019

Der Tarifkonflikt im Hamburger Einzel- und Versandhandel ist beendet. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Handelsverband Nord einigten sich heute in der dritten Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss für die rund 70.000 Beschäftigten im Einzelhandel.

Danach steigen die Löhne und Gehälter ab 1. Juli 2019 um 3% für die Beschäftigten, die bis zur Gehaltsgruppe der ‚VerkäuferIn im letzten Berufsjahr‘ eingruppiert sind (2.579,- Euro in Vollzeit). Für alle Beschäftigten in höheren Entgeltgruppen gibt es einen Festbetrag in Höhe von 77,50 Euro pro Monat. Ab 01. Mai 2020 erhalten alle Beschäftigten des Einzelhandels weitere 1,8 % mehr Lohn und Gehalt. Die Ausbildungsvergütungen werden überproportional zwischen 45 Euro und 55 Euro zum Beginn des Ausbildungsjahres 2019 erhöht und zwischen 45 Euro und 50 Euro zu Beginn des Ausbildungsjahres 2020. Laufzeit des Tarifvertrages: 24 Monate.

Heike Lattekamp (ver.di - Verhandlungsführerin): „Ab heute steigen die Löhne und Gehälter der Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel. Dieses Ergebnis ist der Erfolg der Beschäftigten, die sich in dieser Tarifrunde dafür stark gemacht haben, dass ihre Löhne und Gehälter deutlich steigen. Drei Prozent mehr für Verkäuferinnen und Verkäufer in diesem Jahr waren nur durch ihren starken Einsatz möglich. Mit diesem Abschluss konnten wir erstmals für die unteren Entgeltgruppen leicht überproportionale Erhöhungen erreichen. Dies war ein wichtiges Ziel in dieser Tarifrunde, denn insbesondere die unteren Einkommensgruppen sind von Altersarmut bedroht.“

„Leider konnten wir die Arbeitgeber nicht dazu bewegen, sich gemeinsam mit uns für die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge einzusetzen“, so Lattekamp weiter. „Offenbar bedarf es eines viel größeren betrieblichen und öffentlichen Drucks, sowohl auf die Unternehmen des Einzelhandels als auch auf deren Arbeitgeberverband, um dieses sozialpolitisch wichtige Ziel zu erreichen.“

Die Verhandlungsführerin kündigte an, dass ver.di weiter gegen Tarifflucht und Dumpinglöhne und für die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Einzel- und Versandhandel kämpfen wird.

 

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