Pressemeldungen

Warnstreik beim NDR

Warnstreik beim NDR

11.09.2022

Keine Annäherung nach siebter Verhandlungsrunde

Warnstreik beim NDR für 36 Stunden!

Seit heute, Sonntag 11.09.2022 um 20.45 Uhr, sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim NDR im Warnstreik. Hierzu hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Abend aufgerufen. Der Streik dauert rund 36 Stunden, begann um 20:45 Uhr und endet am Dienstag um 9 Uhr. Streikende treffen sich heute am Sonntag um bis 22 Uhr beim NDR in Lokstedt und morgen am Montag um 11 Uhr im Tagungshotel „New Living Home“ in der Nähe des NDR in Lokstedt. Damit versuchen sie, endlich Bewegung in den festgefahrenen Tarifkonflikt um eine Erhöhung von Gehältern und Honoraren zu bringen, der bereits seit April schwelt.

Auch in der siebten Verhandlungsrunde am 30. August 2022 hatte sich der Sender nicht auf die Gewerkschaften zubewegt und de facto für 12 Monate nur ein Prozent (2 Prozent ab Oktober bis 31. März 2023, zuvor eine Nullrunde für sechs Monate, zusätzlich eine Einmalzahlung) Erhöhung der regulären Gehälter und Honorare angeboten. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert 5,9 Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro, in zwölf Monaten und bleibt damit in den oberen Einkommensgruppen hinter der derzeitigen Inflationsrate deutlich zurück.

„Der NDR versucht sich durch eine Einmalzahlung vor nachhaltigen Gehaltssteigerungen zu drücken. Damit ist den Beschäftigten auf Dauer nicht geholfen, denn eine Einmalzahlung ist durch höhere Preise bald aufgezehrt, die Teuerung aber wird bleiben,“ erklärt Gewerkschaftssekretär Björn Siebke.

Peter Dinkloh, ver.di-Sekretär für Bremen und Niedersachsen: „Wir wollen mit unserem Streik selbstverständlich nicht das Publikum treffen. Im Moment sehen wir aber leider nur noch durch Streiks Möglichkeiten, ein für beide Seiten akzeptables Verhandlungsergebnis zu erzielen.“

„Mit der Blockade am Verhandlungstisch signalisiert der NDR seinen Mitarbeitenden mangelnde Wertschätzung für ihre gute Arbeit. Bislang haben unsere Kolleginnen und Kollegen die Stellenstreichungen und zusätzliche Aufgaben durch eine höhere Arbeitsbelastung aufgefangen. Zum Dank lässt der NDR sie jetzt im Regen stehen. Das ist nicht akzeptabel,“ sagt Stephanie Steffen, Vorsitzende von ver.di im NDR.