Am 21. März 1960 demonstrierten rund 20.000 Menschen im südafrikanischen Sharpeville friedlich gegen die diskriminierenden Passgesetze des damaligen Apartheid-Regimes. Die Polizei erschoss bei den Protesten 69 Demonstrierende, mindestens 180 wurden verletzt. Dieses Blutbad ging als Massaker von Sharpeville in die Geschichte ein.

Sechs Jahre später rief die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung aus. Rassistische Diskriminierung und Apartheid, so heißt es in der Resolution, seien eine Verleugnung der Menschenrechte und fundamentaler Freiheiten und Gerechtigkeit sowie ein Vergehen an der Menschenwürde.

Der Arbeitskreis Antirassismus und ver.di Hamburg positionieren sich:

 21. März – Internationaler Tag gegen Rassismus

Gerade erst wurden wir an zwei entsetzliche Verbrechen erinnert, die rassistisch bzw. antisemitisch motiviert waren:

Am 19. Februar 2021 wurde an die Ermordung von 9 Menschen mit migrantischen Wurzeln in Hanau vor einem Jahr erinnert.
Ebenfalls im Februar fand in Hamburg das Gerichtsverfahren statt, in dem es um den lebensbedrohlichen Angriff auf einen Hamburger Studenten ging. Im Oktober 2020 wurde dieser Student auf dem Weg zur Synagoge attackiert.
Bei beiden Taten zeigten die Täter einen Bezug zu extrem rechter Gesinnung. Vorurteile, Abwertung und Feindseligkeit gegenüber Menschen mit jüdischem oder migrantischem Hintergrund führten, wie schon bei früheren Angriffen, zu diesen Gewalttaten. Aus Hetze wurden Taten!

Am 21. März begehen wir den im Jahre 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Tag gegen Rassismus.

Gerade angesichts der zunehmenden Hetze im Internet und der Welle rechtsextremer Gewalt soll dieser Tag für uns als Gewerkschafter*innen ein Anstoß sein, uns aktiv für Respekt und Vielfalt einzusetzen: am Arbeitsplatz und auch in anderen Lebensbereichen.

Dies kann und muss bereits niedrigschwellig geschehen: Bei populistischen Parolen und menschenverachtenden Äußerungen gilt es, nachzuhaken und zu widersprechen. Wer Hass und Hetze verbreitet, stellt sich gegen unsere demokratischen und gewerkschaftlichen Werte.

Als Gewerkschafter*innen treten wir ein für Gerechtigkeit, für Gleichberechtigung und Solidarität.

ver.di Kampagnen