Landesbezirk Hamburg

So war der erste Mai

Impressionen vom Tag der Arbeit

So war der erste Mai

Gute Stimmung im Demozug

Insgesamt weit über 5000 Teilnehmer*innen waren auf der Straße am Tag der der Arbeit in Hamburg, Bergedorf und Harburg. Trotz Nordwind und Regen. Darunter der erste Bürgermeister Peter Tschentscher, Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Bischöfin Kirsten Fehrs, viele weitere Politiker*innen, aber vor Allem: Beschäftigte aus allen DGB-Gewerkschaften. Auch im Ver.di-Block wurde mit Phantasie und Biss deutlich gemacht, wo die Hütte in den Betrieben und Dienststellen brennt: "Digital muss sozial" war die Forderung der Hafenbeschäftigten, mit einer Strandmuschel machten die ver.di-Arbeiter*innen unter dem Titel "Seniorenresidenz 2030 bildlich klar, welche Folgen der Altersarmut sie kommen sehen, es gab die Forderung nach ausreichend Pflegepersonal und nach einem Ende von sachgrundloser Befristung.

"Wer nur Profite im Blick hat, hat uns zum Gegner!"

Im Anschluss an die Demonstration, bei der Kundgebung am Museum der Arbeit, erhielten die Redner*innen viel Beifall für Ihre klaren Worte. Die DGB-Vorsitzende Katja Karger kritisierte unter Anderem den Klinik-Konzern Asklepios für seine Pläne, das Zuteilen der individuellen Medikamenten-Dosierungen aus den Apotheken auf die Stationen, also das Pflegepersonal, zu verlagern, und richtete solidarische Grüße an die Beschäftigten von Hochtief, deren Arbeitgeber aus dem Tarif geflohen ist sowie die Beschäftigten der Elbkinder Service Gesellschaft, die sich gerade im Tarifkampf befinden. Sie kritisierte Tarifflucht und forderte ein Recht auf Weiterbildung und Arbeitszeiten, die zum Leben passen. An den ersten Bürgermeister gerichtet sagte sie: "Wir begrüßen die Initiative des Bürgermeisters, den Mindestlohn bei den Hamburger Unternehmen auf 12,-€ anzuheben. ... Das darf aber keine Insellösung bleiben... Deswegen muss der Staat die Tarifbindung stärken!"

Viel Beifall erhielt auch Hans-Jürgen Urban vom Vorstand der IG Metall. Zur neuen Regierung sagte er: "Das Regierungsprogramm bietet Aussichten im Kleinen, aber Leerstellen im Großen" und benannte als Beispiele das Aufwachsen von befristeter Beschäftigung und Mängel in der Rentenpolitik. Angriffen auf die Arbeitszeit erteilte er eine klare Absage, ebenso der Absicht, das Rentenalter zu erhöhen: "Wer nur Profite im Blick hat, hat uns zum Gegner!"

Auch beim Thema internationale Solidarität fand er deutliche Worte: "Wer auf der Flamme von Bürgerwut und Zukunftsängsten seine braune Suppe kochen will, der meint es nicht gut mit seinem Land!"

Die Reden könnt ihr auf der Seite des DGB nachlesen:

http://hamburg.dgb.de/themen

Und hier haben wir noch einige Impressionen für euch: