Landesbezirk Hamburg

fördern & wohnen

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Das Licht am Ende des Tunnels kann auch der entgegenkommende Zug sein...

Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen | Die Zentrale Erstaufnahme (ZEA) Schnackenburgallee, liegt auf einem Parkplatz zwischen dem Volksparkstadion und der Müllverbrennungsanlage Stellingen, am Rande des Volksparks. Die ZEA dient der Erstunterbringung von Asylbewerbern und anderen Zuwanderern. Die Zuständigkeit für die ZEA liegt in Hamburg bei der Behörde für Inneres und Sport. Betreut werden die Einrichtungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von fördern & wohnen, einer Einrichtung der Freien und Hansestadt Hamburg. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 hat die Freie und Hansestadt 13.179 Flüchtlinge aufgenommen. Davon befinden sich 3.300 Menschen in der ZEA Schnackenburgallee. Trotz vieler Hinweise des Personalrates und der ver.di-Vertrauensleute gegenüber der Geschäftsführung fördern & wohnen, der Fachbehörde BASFI sowie der Innenbehörde wurden die zu erwarteten Zahlen der ankommenden Flüchtlinge unterschätzt. Bereits seit 2008 wurde durch den Personalrat auf die steigenden Flüchtlingszahlen und die nicht mehr ausreichende Versorgung, besonders in der Unterbringung, hingewiesen. Dies betraf bzw. betrifft auch wohnungslose Familien und Alleinstehende. Erst jetzt hat es den Anschein, dass diese große, zu bewältigende Aufgabe wahr- und ernstgenommen wird. Dies hat zur Folge, dass die Belastungsgrenze der Beschäftigten besonders in den „Zentralen Erstaufnahmen“ längst deutlich überschritten ist. Die Beschäftigten befinden sich seit Monaten im Notfallmodus. Folge der katastrophalen Unterbringung und Versorgung der Bewohner der Zentralen Erstaufnahme ist, dass die Sicherheit für Bewohner und Mitarbeiter nicht mehr gewährleistet ist. Die Arbeitsbedingungen für die ca. 40 Beschäftigten von fördern & wohnen sind nicht mehr hinnehmbar. Sie fordern ein schnelles, politisches Handeln. Um eine Willkommenskultur zu leben und auf die Sorgen und Nöte der Flüchtlinge adäquat eingehen zu können, benötigt dies hinnehmbare Unterbringungsmöglichkeiten, eine gute personelle Ausstattung und sichere Arbeitsbedingungen. Die verdi-Vertrauensleute unterstützen die Beschäftigten der Zentralen Erstaufnahmen und fordern:

  • kleinere Einrichtungen  - Auflösung von Massenunterkünften
  • Einrichtungen mit einheitlichen Standards
  • adäquate Unterbringung für alle Bewohner, besonders für Frauen, Kinder und Kranke sowie traumatisierte Flüchtlinge
  • Einhaltung des Betreuungsschlüssels
  • Beibehaltung der Sozialarbeit in den Zentralen Erstaufnahmen
  • deutliche Erhöhung des Sicherheitspersonals, auch durch höhere Polizeipräsenz
  • Schaffung einer sicheren Arbeitssituation durch Erstellen von Gefährdungsanalysen und Umsetzung der daraus resultierenden, nötigen Handlungsschritte

Die Geschäftsführung zeigt sich bemüht, sich für die Belange der Beschäftigten einzusetzen, scheitert bislang aber an den diversen Zuständigkeiten der Behörden und den politischen Vorgaben des Senats.