Landesbezirk Hamburg

Zum Anschlag auf einen jüdischen Studenten

Stellungnahme

Zum Anschlag auf einen jüdischen Studenten

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir alle sind zutiefst erschüttert über den gestrigen Anschlag auf einen jüdischen Studenten vor der Synagoge in Eimsbüttel. Nicht zuletzt deshalb, weil der Angriff auf die Synagoge in Halle an Jom Kippur und die Ermordung zweier Menschen in der Folge fast genau ein Jahr her sind. Wir sind nun damit konfrontiert, dass der Antisemitismus leider auch vor Hamburg keinen Halt macht.

Die Reihe antisemitischer, rassistischer und fremdenfeindlicher Taten in ganz Deutschland ist lang – so lang, dass wir endlich aufhören müssen, von Einzeltaten zu sprechen. Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind in Deutschland ein strukturelles Problem, das wir mit allen Mitteln der Demokratie bekämpfen müssen und das nicht aus dem Fokus der Politik geraten darf.

Wir brauchen dringend wirksame Gegenmaßnahmen, die bereits präventiv ihre Wirkung entfalten.

Lasst uns nicht müde werden, unsere Stimme zu erheben gegen Populismus und Ausgrenzung und deutliche Zeichen zu setzen für Solidarität und Vielfalt in unserer Gesellschaft.

Solidarisch ist man nicht alleine.

Herzliche Grüße

Sandra Goldschmidt, stellvertretende Landesbezirkleiterin, für die Landesbezirksleitung